Parasiten

42 Läusefälle in Oberhausener Schulen und Kindertagesstätten

Wenn der Kopf juckt, können Läuse der Übeltäter sein.

Wenn der Kopf juckt, können Läuse der Übeltäter sein.

Foto: Kerstin Kokoska

Oberhausen.  In Oberhausener Kitas und Schulen gab es im Jahr 2019 schon 42 Meldungen von Lausbefall. Anti-Läuse-Mittel in Apotheken besonders nachgefragt.

Winterzeit ist Hochsaison für Läuse. In Oberhausen hat es nach Angaben der Stadt in der Zeit vom 2. Januar bis Ende des Monats mit 42 einige Meldungen von Lausbefall in Kindergärten und Schulen gegeben. Auch in den Apotheken war zu hören, dass Anti-Läuse-Mittel derzeit nachgefragt seien.

Wenn Lausbefall bekannt wird, muss dies dem städtischen Gesundheitsamt gemeldet werden. Auch Eltern sind verpflichtet, den Lausbefall ihres Kindes der Kita oder der Schule mitzuteilen. Ein Überblick, was zu tun ist:

Die Behandlung

Der Kopf juckt, es sind kleine rote Flecken am Kopf zu sehen, oder es krabbelt etwas in den Haaren. Bis man den Kopflausbefall merkt, können einige Wochen vergehen. Die sofortige Behandlung mit einem entsprechenden Produkt ist wichtig. Das Mittel darf nicht auf nassem Haar angewendet werden, weil es dann sofort verdünnt wird. Deshalb muss es auf trockenem Haar aufgetragen werden.

Wie lange es einziehen muss, ist dem Beipackzettel zu entnehmen. Danach wird das Haar ausgespült und sollte mit einem speziellen Läusekamm ausgekämmt werden. Dann ist das Kind in der Regel erst mal läusefrei. Allerdings sollte das Auskämmen zwei Wochen lang alle vier Tage vollzogen werden, um mögliche Nissen oder frisch ausgeschlüpfte Läuse herauszuziehen. Einen Tag nach der Erstbehandlung können die Kinder dann wieder in die Kita oder Schule gehen. Möglicherweise braucht es dann aber einen Nachweis vom Kinderarzt, dass keine Ansteckungsgefahr besteht.

Wichtig ist es aber auch, das Anti-Läusemittel zur Zweitbehandlung nach neun oder zehn Tagen nochmals konsequent zu nutzen. Beim ersten Mal erwischt man nämlich nur die lebenden Läuse und nicht die Eier, die schon gelegt wurden.

Die Übertragung

Kopfläuse werden durch direkten Körperkontakt oder den Austausch von Mützen oder Bürsten von Mensch zu Mensch übertragen. Da Kinder beim Spielen oder Lernen häufig die Köpfe zusammenstecken, sind sie relativ anfällig. Beim Kuscheln mit den Eltern finden die flügellosen Insekten dann wieder eine Angriffsfläche.

Sollten Kopfläuse in der Schulklasse oder der Kita gemeldet worden sein, sollten alle Kinder entsprechend gecheckt werden, in der Regel mit einem guten Läusekamm.

>>> SO ÜBERLEBEN LÄUSE

Kopfläuse entwickeln sich nur auf dem menschlichen Kopf und können dort nur überleben, wenn sie alle zwei bis drei Stunden Blut saugen.

Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Nachwuchs-Eier und befestigen sie mit einer wasserunlöslichen Substanz an den Haaren nahe der Kopfhaut. Nach sechs bis neun Tagen schlüpft eine Larve, spätestens nach zehn weiteren Tagen wird sie Larve zu einer fortpflanzungsfähigen Laus. Die Weibchen legen in den folgenden zwei bis drei Wochen bis zu 150 neue Eier.

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