Bundestagswahl 2017

Acht Oberhausener Kandidaten wollen in den Bundestag

Das Reichstagsgebäude in Berlin, Sitz des deutschen Bundestags.

Foto: Jens Kalaene

Das Reichstagsgebäude in Berlin, Sitz des deutschen Bundestags. Foto: Jens Kalaene

Auch knapp 152 600 Oberhausener sind aufgerufen, am 24. September einen neuen Bundestag zu wählen. Acht Kandidaten wollen nach Berlin.

Die Oberhausener Kandidaten für die Wahl zum neuen Bundestag am 24. September sind gekürt. Acht Bewerber haben es auf die Liste geschafft, ein neunter, der Einzelkandidat Dennis Großmann, hat es nicht geschafft. Der Student aus Dinslaken hat die erforderlichen 200 Unterstützer-Unterschriften nicht zusammenbekommen.

Sowohl SPD und CDU als auch Die Linke schicken „altbewährte“ Leute ins Rennen: Dirk Vöpel (SPD), Marie-Luise-Dött (CDU) und Niema Movassat (Die Linke) sitzen bereits im Bundestag und wollen dort auch nach der Wahl am 24. September bleiben.

Nachfolger von Bärbel Höhn

Auch die Grünen haben bislang mit Bärbel Höhn eine Oberhausener Vertreterin in Berlin. Die 65-Jährige tritt, wie berichtet, nicht mehr an, statt ihrer kandidiert nun Patrick Voss. Der 18-Jährige aus Dinslaken soll frischen Wind bringen – und frische Luft, wie es auf seinem Wahlplakat heißt.

Auch die freien Demokraten schicken einen Kandidaten ins Rennen, der nicht gebürtig aus Oberhausen kommt: Roman Müller-Böhm kommt aus Mülheim, ist dort seit 2015 Sprecher im Ausschuss für Bürgerangelegenheiten, Sicherheit und Ordnung.

Sofortwahl ab Montag möglich

Vergleichsweise unbekannt: die Kandidaten der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) und der Alternative für Deutschland. Für die MLPD geht Wolf-Dieter Rochlitz ins Rennen, ein gebürtig aus Bayern stammender Publizist. Für die AfD versucht es Uwe Kamann – in Magdeburg geboren, einige Jahre in Oberhausen verbracht, mittlerweile in Aachen lebend.

Ihre Chancen, als Direktkandidatin in den Bundestag gewählt zu werden, dürften gegen Null gehen, dafür ist Karin Schäfer Oberhausener Politik-Interessierten ein Begriff: Seit der Gründung des hiesigen Kreisverbandes der Partei Die Violetten vor vier Jahren ist sie Vorsitzende. Für den Landesverband der Vertreter spiritueller Politik ist sie als Sekretärin tätig.

152 600 Oberhausener sind wahlberechtigt

Knapp 152 600 Oberhausener Wahlberechtigte sind aufgerufen, am 24. September einen neuen Bundestag zu wählen. Die Stadt wird die entsprechenden Wahl-Benachrichtigungen voraussichtlich noch in dieser Woche verschicken.

Die Briefwahl ist schon jetzt möglich, jedoch ist die Beantragung der Unterlagen mit ein wenig Aufwand verbunden. Einfacher sei es, auf die Wahlbenachrichtigung zu warten, rät Jürgen Ludwiczak, Fachbereichsleiter Wahlen. Den Antrag zur Briefwahl finden Bürger auf der Rückseite. Die Sofortwahl soll ab Montag möglich sein, nähere Infos folgen.

>>> So wählte Oberhausen vor vier Jahren

Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren am 22. September 2013 waren sieben Kandidatenzugelassen: Marie-Luise Dött (CDU), Dirk Vöpel (SPD), Dorothea Dresenkamp (FDP), Bärbel Höhn (Die Grünen), Niema Movassat (Die Linke), Andreas Ronig (Die Piraten) und Timo Diemer (NPD).

Mit 45,1 Prozent der Erststimmen holte Dirk Vöpel das Oberhausener Direktmandat. Auch bei den Zweitstimmen lagen die Sozialdemokraten vorn: 41,3 Prozent. Die CDU holte 30,1 Prozent, die Linke 8 Prozent, Die Grünen erzielten 6,6 Prozent, die FDP 3,3 Prozent. Die AfD erhielt auf Anhieb 4,2 Prozent der Stimmen.

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