Trinkerszene

Ärger im Pacelli-Quartier: SPD fordert mehr Sozialarbeit

Anwohner und Politiker trafen sich zum Austausch, v.l.: Anwohner Hans-Peter Becker, SPD-OB-Kandidat Thorsten Berg, die Anwohner Klaus-Dieter Grambau und Mustafa Rogoj sowie die SPD-Ratskandidaten Axel Scherer und Gianni Virgallita.   

Anwohner und Politiker trafen sich zum Austausch, v.l.: Anwohner Hans-Peter Becker, SPD-OB-Kandidat Thorsten Berg, die Anwohner Klaus-Dieter Grambau und Mustafa Rogoj sowie die SPD-Ratskandidaten Axel Scherer und Gianni Virgallita.   

Foto: SPD Oberhausen

Oberhausen.  Anwohner in Oberhausen beschweren sich über die Zustände im Pacelli-Quartier in der Innenstadt. Die SPD hat einen Vorschlag, die Lage zu bessern.

Trinkgelage am Altmarkt, Drogenhandel, Urin an den Wänden der Herz-Jesu-Kirche: Auf einen Hilferuf der Anwohner vor wenigen Tagen hat nun die SPD Oberhausen reagiert. Eine Gruppe um Oberbürgermeister-Kandidat Thorsten Berg hat die Bewohner des Pacelli-Quartiers besucht.

Aus Sicht des OB-Kandidaten hat die Stadtspitze die wirklichen Probleme der Menschen nicht im Blick. Das Pflaster und ein paar Fassaden reinigen zu lassen, reiche nicht. „Eine vernünftige Stadtentwicklungspolitik, die sich an den Interessen der Menschen orientiert, muss gewährleisten, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner auch an diesem Ort wohlfühlen“, sagt Thorsten Berg. Stattdessen fühlten sie sich allein gelassen.

SPD-Kandidat: „Menschen nicht abschieben“

Einen konkreten Verbesserungsvorschläge bringt Gianni Virgallita ein, der bei der Kommunalwahl im September für den Wahlkreis Stadtmitte-Süd kandidiert und Vorsitzender der Oberhausener Jusos ist. Die Stadt müsse mehr Sozialarbeiter in dem Bereich einsetzen. OB-Kandidat Berg pflichtet ihm bei: „Ein Abschieben von Menschen mit Drogen- oder Alkoholabhängigkeit löst das Problem nicht, sondern verlagert es lediglich.“

Im Pacelli-Quartier lasse sich einiges bewegen, ergänzt Axel Scherer, SPD-Ratskandidat Stadtmitte-Nord. „Auch wenn der Anlass unseres Treffens kein schöner ist, können wir festhalten: Hier engagieren sich Menschen aus der Mitte für ihre Nachbarschaft. Gemeinsam mit ihnen und den Gewerbetreibenden müssen Politik und Verwaltung Lösungen für dieses Quartier finden – und auch endlich umsetzen.“

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