Aids-Hilfe: Viele fürchten den HIV-Test

Menschen mit dem HIV-Virus werden nach Beobachtung der Oberhausener Aids-Hilfe immer noch diskriminiert. So ist bundesweit nach Angaben der Hilfsorganisation zum heutigen Welt-Aids-Tag rund einem Fünftel der Menschen mit HIV ist schon einmal eine medizinische Behandlung verweigert worden. Bei einem offenen Umgang mit der HIV-Infektion reagiert ein Viertel der Arbeitgeber mit Benachteiligungen für die Betroffenen.

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Menschen mit dem HIV-Virus werden nach Beobachtung der Oberhausener Aids-Hilfe immer noch diskriminiert. So ist bundesweit nach Angaben der Hilfsorganisation zum heutigen Welt-Aids-Tag rund einem Fünftel der Menschen mit HIV ist schon einmal eine medizinische Behandlung verweigert worden. Bei einem offenen Umgang mit der HIV-Infektion reagiert ein Viertel der Arbeitgeber mit Benachteiligungen für die Betroffenen.

Diese Diskriminierungen im Alltag hat nach Erfahrung der Aids-Berater fatale Folgen: „Manche fürchten die Folgen eines möglicherweise positiven Testergebnisses und warten lieber ab. Dabei wissen wir heute, dass eine frühzeitige HIV-Therapie einen wirklich großen gesundheitlichen Nutzen für die jeweilige Person hat“, sagt Natalie Rudi, Geschäftsführerin der Beratungsstelle.

Die Aidshilfe Oberhausen e.V. berät anonym und kostenlos zu allen Fragen rund um HIV. Im Bereich Prävention erreicht der Verein jedes Jahr mit 55 Veranstaltungen 650 Schüler. Ergänzend fanden in diesem Jahr etwa 300 Einmal-Beratungen für Menschen statt, die eine Risikoeinschätzung bezüglich HIV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen benötigten.

Schätzungen zufolge geht man davon aus, dass sich im Jahr 2016 vier bis sechs Bürger in Oberhausen mit HIV neu infiziert haben. Rund 100 HIV-positive Menschen und 45 Angehörige werden von der Aidshilfe Oberhausen e.V. dauerhaft und kostenfrei betreut. Die 25 ehrenamtlichen Mitarbeiter leisten jedes Jahr um die 2000 Stunden.

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