Märchenmarkt

Auf dem Köstershof gibt’s Märchenhaftes zwischen Heuballen

Falknerin Sabine Ehmanns-Kramp und ihr Rabe waren beim Märchenmarkt am Kösterhof ein Hingucker.

Falknerin Sabine Ehmanns-Kramp und ihr Rabe waren beim Märchenmarkt am Kösterhof ein Hingucker.

Oberhausen.   Der zweite Märchenmarkt auf dem Kösterhof sorgt für einen starken Besucherandrang. Kulinarisches und Selbstgemachtes bereitet den Gästen Freude.

„Es war einmal...“. So beginnt fast jedes Märchen. Das ist am Köstershof in Schmachtendorf nicht anders. Zwischen wärmenden Heuballen in der Scheune gab es am Wochenende eine Märchenstunde der besonderen Art. Freiwillige lasen Kindern ihre Lieblingsmärchen vor.

Bereits zum zweiten Mal luden Christoph Köster und sein Team zum Märchenmarkt auf den Köstershof in Schmachtendorf ein. Drei Tage lang konnten Besucher staunen, naschen und Selbstgemachtes aus der Region erwerben. Der Mix kam an: Zahlreiche Märchenliebhaber tummelten sich auf dem Hof.

Frau Holle und die Schneemaschine

Kinder standen mit leuchtenden Augen vor dem Eingang zum Streichelzoo gleich neben der Scheune. „Vielleicht ein verwandelter Prinz“, sagte ein kleines Mädchen und deutete auf einen Esel. Möglich wäre es ja auf einem Märchenmarkt.

Angucken, aber nicht anfassen galt hingegen bei Falknerin Sabine Ehmanns-Kramp. Vor dem großen Raben auf ihrem Arm konnte man durchaus Respekt haben.

Der stündliche Höhepunkt gehörte aber Yvonne Matten. Als Frau Holle verkleidet schüttelte sie vom Balkon des Hofladens Decken und Kissen aus. Mit Hilfe einer Schneemaschine verwandelte sie den Hof kurzzeitig in eine Winterlandschaft. „Es ist der schönste Job, den ich je hatte“, sagte sie strahlend. „Besonders die leuchtenden Kinderaugen begeistern mich“.

Kulinarische Schlemmermeile

Für das leibliche Wohl sorgte vor der Scheune eine kulinarische Schlemmermeile. Ob selbstgemachte Waffeln, Bratwurst vom Grill oder Pulled Pork: Für jeden Geschmack war das Richtige dabei. Die teilweise langen Warteschlangen sprachen für sich.

Und wem es draußen zu kalt wurde, der konnte in der Scheune über den Kunsthandwerkmarkt schlendern. Viele Produkte aus der Region wurden hier angeboten, die meisten gibt’s bereits im Hofladen.

„Wir waren schon letztes Jahr dabei und sind wieder sehr zufrieden“, freute sich Annika Schäfer vom Bienengarten Oberhausen. An ihrem Stand verkaufte sie verschiedene Honigvarianten und kunstvolle Kerzen aus Bienenwachs. „Es ist schön, wenn die Kunden sehen, woher die Produkte kommen“, betonte sie. Dagmar Borowski und Bärbel Systermann von der Bäckerei Kabouter waren dagegen das erste Mal dabei und verkauften eifrig Lebkuchen. Mit ihren Zipfelmützen und Bärten haben sie sich dem Thema Märchen angepasst. „Der Markt ist sensationell“, freute sich Systermann. Und: „Die Atmosphäre hier trifft genau das Thema“.

Das sahen die Besucher nicht anders. Susanne Schramme besuchte den Markt zum ersten Mal und schwärmte bereits Minuten nach ihrer Ankunft vom ersten Eindruck. „Man wird hier gut auf die weihnachtliche Zeit eingestimmt, aber man ist halt noch nicht übersättigt“. Und auch Landwirt Christoph Köster freute sich nach drei Tagen Märchenreise über den Besucherandrang. „Es ist toll, dass wir so viele Besucher glücklich machen konnten“, resümierte er. Eine Wiederholung für das kommende Jahr ist bereits geplant.

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