Kirmes

Bei der Krööß-Kirmes landeten Tropfen nur im Glas

Jede Menge Spaß hatten nicht nur die jungen Besucher auf der traditionsreichen Krööß-Kirmes am Wochenende.

Jede Menge Spaß hatten nicht nur die jungen Besucher auf der traditionsreichen Krööß-Kirmes am Wochenende.

Foto: Franz Naskrent

OBERHAUSEN.  Das Wetterglück belebte das viertägige Vergnügen in Schmachtendorf mit Weinstraße, Oktoberfest und Trödel. Die Besucher schätzen den Charme.

„Wein auf Bier, das rate ich dir. Bier auf Wein, das lass sein“, möchte uns eine historisch begründete Weisheit klarmachen. Zur Krööß-Kirmes in Schmachtendorf klappt seit einigen Jahren beides. Denn neben dem Rummel, bei dem ein Schluck des Gerstensaftes nicht unüblich ist, lockt auch die Schmachtendorfer Weinstraße.

An markanten Haltepunkten und Handelsgeschäften können Kenner und Neugierige verschiedene Tropfen probieren. Das Angebot an 16 Stationen wurde am Samstag rege genutzt.

Tropfen nur in den Gläsern. . .

Das mag daran liegen, dass die Tropfen sich auf die Gläser beschränkten und nicht vom Himmel trudelten. „Das ist eine prima Idee“, sagt auch Gerburg Schröder, die mit ihrem kleinen Gläschen von Stand zu Stand zieht. „Wir probieren kleine Portionen, der eine oder andere liebliche Wein hat uns gefallen.“

Markante Frankenweine, weit gereiste Tropfen aus Australien und der sommerliche Rosé vom Gardasee stehen in den entkorkten Flaschen bereit. Den Wagen lässt die Dinslakenerin gerne stehen. „Da wir mit Freunden hier sind, beschränkt sich unser Fahrer auf eine Fanta und Cola.“ Praktisch.

Feuerwerk und bayrische Akzente

Es ist zugleich der Beweis, dass sich die Krööß-Kirmes im Zusammenspiel mit der Interessengemeinschaft Schmachtendorf längst nicht auf den Stadtteil beschränkt, sondern bei passendem Wetter auch das Umland erreicht. Rund 200 Jahre soll Oberhausens nördlichste Kirmes schon auf dem Karussell-Buckel haben. Der Name – der Schmachtendorfer kann es natürlich herunterbeten – leitet sich aus einem Kompott aus Äpfeln und Pflaumen (kurz: „Krööß“) ab, der früher als Schleckerei zur Budenwelt serviert wurde.

Schon am Freitag öffnete sich der rassige Reigen vom Marktplatz über die Schmachtendorfer bis zur Dudelerstraße. Nach dem Fassanstich stieg ein buntes Feuerwerk in den Abendhimmel, das auch die Stadtbewohner weiter im Süden vernehmen konnten.

Als „Lockruf“ fungierten aber eher die angekündigten Highlights des Programms: Da staunten einige über bayrische Akzente im Dorf. Mit Blasmusik und Tracht zauberten die Macher ein Stückchen Oktoberfest in den Stadtteil. Auch ein Kindertrödelmarkt lockte mit einem praktischen Angebot für die Eltern.

Turbulente Fahrgeschäfte

Dass sich auch etwas dreht, bestätigte der diesjährige Rummel ebenfalls: Mit einem Autoscooter, einem 360-Grad-Rüttel-Kino, dem Kinderkarussell Star Trek, einem Kettenkarussell und dem Drehwurm Twister bauten fünf Schausteller ihre Fahrgeschäfte auf dem Marktplatz auf.

Und die Eisbude von Schmalhaus nebenan besitzt bekanntlich nicht nur unter Anhängern der Sterkrader Fronleichnamskirmes Kult-Status.

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