Blumenfachhandel

Betrieb Tümmers züchtet seit 150 Jahren Primeln und Co.

Das Tümmers-Team (v.l.): Bärbel Tümmers, Stephanie de Weldige-Cremer, Daniel Lazar, Eugen Tümmers, Dirk Eichholz, Florian Tümmers und Manfred Radek.

Das Tümmers-Team (v.l.): Bärbel Tümmers, Stephanie de Weldige-Cremer, Daniel Lazar, Eugen Tümmers, Dirk Eichholz, Florian Tümmers und Manfred Radek.

Foto: Kerstin Bögeholz

OBERHAUSEN.   Schon seit 1868 zieht Familie Tümmers in ihrem Betrieb Weihnachtssterne und andere Pflanzen hoch. Die sechste Generation steht bereit.

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Prachtvolle Blüten in einem satten Rosa zieren das ansonsten nicht recht auffällige Backsteinhaus an der Vestischen Straße in Osterfeld. Blumenkübel, Alpenveilchen und Eriken stehen hübsch verziert vor der Tür. Vasen mit Orchideen und anderen Pflanzen zieren das Schaufenster. Man muss nicht erst das Geschäftsschild über dem Eingang lesen, um zu wissen: Wir sind in einem Blumenladen. Genauer: im Blumenfachgeschäft Tümmers. Der Familienbetrieb feiert in diesem Jahr das 150-jährige Bestehen.

Bis ins vorletzte Jahrhundert reicht die Geschichte des Geschäftes zurück. An der langen Tradition halte man bis heute fest, sagt Bärbel Tümmers, deren Mann Eugen den Betrieb mittlerweile leitet. „Klar gehen wir auch mit der Zeit, doch bleiben wir grundsätzlich unserer Linie treu und bleiben bei dem, was wir können.“

Sprösslinge brauchen 16 Grad

Weihnachtssterne, Geranien, Primeln und vieles mehr: Auf 8500 Quadratmetern zieht der Familienbetrieb Pflanzen auf. Sommers wie winters. Da die oft empfindlichen Sprösslinge eine Temperatur von unter 16 Grad nicht vertragen, sind die Heizkosten für das Gewächshaus in der kalten Jahreszeit dementsprechend hoch. Nur ein Teil der jungen Pflanzen, die hier gedeihen, werden anschließend im eigenen Laden verkauft. Der Oberhausener Betrieb beliefert größere Händler bis nach Berlin.

Eugen Tümmers führt die Geschäfte in fünfter Generation. Vor der Zukunft ist ihm nicht bange, denn die sechste Generation steht schon bereit: Sohn Florian ist nach abgeschlossener Meisterprüfung als Zierpflanzengärtner seit 15 Monaten wieder im Betrieb der Familie tätig. Ausbildung und Prüfung hat er in anderen Betrieben absolviert, nun ist er wieder Teil der Heimmannschaft.

Zwang steht nicht dahinter. Ihr Sohn habe schon immer in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters treten wollen, erzählt Bärbel Tümmers. „Schon als kleiner Junge hat er hier freiwillig mitgeholfen, wo er konnte.“

Treu geblieben über lange Zeit sind auch viele Mitarbeiter des Traditionsgeschäftes. Dirk Eichholz etwa ist seit 35 Jahren Teil des Teams. „Mit 17 Jahren habe ich hier angefangen. Hiergehalten hat mich der Zusammenhalt und das familiäre Klima.“ Das Team sei wie eine Familie, „die immer für mich da ist, wenn es Probleme gibt, egal ob Probleme bei der Arbeit oder private Probleme.“

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