Wohnen

Bezahlbarer Wohnraum für jedermann in Oberhausen

Verena Birnbacher (v,l.), Geschäftsführerin der Lebenshilfe Oberhausen, Heino Passmann, Einrichtungsleiter des benachbarten Herbert-Bruckmann-Hauses, Geschäftsführer Rainer Lettkamp und der zukünftige Bewohner Jürgen Ipta (vorne) haben den Fortschritt der Baustelle im Blick.

Verena Birnbacher (v,l.), Geschäftsführerin der Lebenshilfe Oberhausen, Heino Passmann, Einrichtungsleiter des benachbarten Herbert-Bruckmann-Hauses, Geschäftsführer Rainer Lettkamp und der zukünftige Bewohner Jürgen Ipta (vorne) haben den Fortschritt der Baustelle im Blick.

Foto: Martin Möller

In Königshardt verwirklicht die Lebenshilfe ein inklusives Wohnprojekt: Apartments und Wohnungen für 32 Menschen mit und ohne Behinderungen.

Bezahlbare Wohnungen für Menschen, die auf Rollator, Gehhilfe oder Rollstuhl angewiesen sind, sind Mangelware. Deshalb verwundert es nicht, dass schon nach dem ersten Spatenstich Ende Januar eine Reihe von Anfragen bei der Lebenshilfe Oberhausen eingingen: Mit dem Neubauprojekt „Gemeinschaftliches Wohnen auf der Hardt“ will der Träger von 21 Einrichtungen zur Förderung und Betreuung geistig behinderter Menschen nun solchen barrierefreien Wohnraum schaffen – für Menschen jeden Alters, mit und ohne Behinderung. Gleich neben dem Herbert-Bruckmann-Haus in Königshardt wächst derzeit ein dreigeschossiges Gebäude in die Höhe, das spätestens ab nächstem Frühjahr insgesamt 32 Mietern ein neues Zuhause bieten soll.

Ausgangspunkt des Projekts war das Ziel, die nicht mehr zeitgemäße Unterbringung in Doppelzimmern in den drei Wohnheimen Erika-Krebs-Haus, Egon-Berchter-Haus und Herbert-Bruckmann-Haus, zu beenden und stattdessen auf Einzelzimmer zu setzen. Zu diesem Zweck entstehen im Erdgeschoss des Neubaus an der Häherstraße jetzt zwei Wohngruppen mit Gemeinschaftswohnküchen für je vier beziehungsweise fünf erwachsene Menschen mit Behinderungen.

Drei Millionen Euro teurer Neubau

Die neun Einzelzimmer sind je rund 25 Quadratmeter groß. Die Menschen, die bereits in Lebenshilfe-Einrichtungen wohnen, werden in den Wohngruppen weiter von der Lebenshilfe begleitet und so weit unterstützt wie es für sie nötig ist. Alle Räume, Badezimmer und Eingänge sind barrierefrei und mit Rollstühlen gut erreichbar.

In der ersten und zweiten Etage des rund drei Millionen teuren Neubaus entstehen je sechs barrierefreie Apartments und Wohnungen für ein bis zwei Personen. Sie werden frei vermietet. Weil es sich um sozialen Wohnungsbau handelt, werden sie Menschen mit Wohnberechtigungsschein vorbehalten sein.

Wohnungen zwischen 50 und 70 Quadratmetern

„Wir möchten inklusives Wohnen anbieten. Es gibt da einen sehr großen Bedarf – zum Beispiel für Senioren, die von Grundsicherung leben, oder von alleinerziehenden Müttern mit Kind, ob mit oder ohne Behinderung“, sagt Lebenshilfe-Geschäftsführer Rainer Lettkamp. Die Wohnungen sind zwischen 50 und 70 Quadratmeter groß – jeweils mit ein bis zwei Schlafzimmern, Küche, Wohnzimmer, Bad, WC und einem kleinen Balkon.

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