Weltkriegsbombe

Blindgänger-Entschärfung wird wegen Säure-Unfall verschoben

Ein Blindgänger (Symbolbild) wurde am Donnerstag in Oberhausen gefunden.

Ein Blindgänger (Symbolbild) wurde am Donnerstag in Oberhausen gefunden.

Oberhausen.   In Oberhausen ist ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden geworden. Die Entschärfung findet nicht unmittelbar statt - ausnahmsweise.

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Erst der Säure-Unfall, dann auch noch ein Blindgänger: Während Oberhausens Behörden noch mit dem Management der Säure-Wolke zu tun hatten, die als Folge eines Unfalls in einem Chemiebetrieb über die Stadt zog, wurde bei Bauarbeiten eine britische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Laut einem Erlass der Bezirksregierung Düsseldorf sollen solche potenziell gefährlichen Blindgänger so schnell wie möglich entschärft werden. In diesem Fall jedoch entschieden Bezirksregierung und Feuerwehr, die Arbeiten zu verschieben - "wegen der besonderen Gemengelage", wie Stadtsprecher Uwe Spee es am Donnerstagnachmittag im Gespräch mit unserer Redaktion ausdrückt. Nach dem Chemie-Unfall vom Morgen gebe es zwar Entwarnung. Aber die Rest-Arbeiten würden noch ein Weilchen in Anspruch nehmen - insbesondere das Auspumpen des Tanks.

Wo genau die Bombe gefunden wurde, konnte Spee am Donnerstagnachmittag nicht sagen. Nur so viel: Der Blindgänger sei gesichert worden - und die Entschärfung sei für Montag geplant. "Im Grunde", so Spee, "ist es dieses Mal so, wie es bis vor einigen Jahren bei Blindgängern immer lief." Früher hatten zwischen dem Fund eines Blindgängers und der Entschärfung immer einige Tage gelegen. 2014 kam dann die Bestimmung, Entschärfungen immer möglichst direkt vorzunehmen.

Informationen sollen am Freitag kommen

Welche Straßen am Montag dann gesperrt werden müssen und wann, ob Anwohner ihre Häuser verlassen müssen und wenn ja wo – all diese Details wollen Stadt, Feuerwehr, Polizei und Bezirksregierung am Freitag klären. Dann soll auch die Bevölkerung informiert werden - über die Medien und, ganz klassisch, per Handzettel oder Wurfsendung: "Wir haben mehr Zeit als sonst, die Entschärfung sorgfältig zu planen - und die Leute können sich drauf einstellen", kommentiert Stadtsprecher Spee. Wenn man dem Donnerstag in Oberhausen etwas positives abgewinnen will, ist das sicher nicht die verkehrte Sichtweise. (ger)

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