Lebenshilfe

Blumenladen „Florian“ schließt Ende Mai

Floristin Susanne Schneider bindet einen der letzten Blumensträuße im „Florian“-Laden, der Ende Mai schließt.

Foto: Gerd Wallhorn

Floristin Susanne Schneider bindet einen der letzten Blumensträuße im „Florian“-Laden, der Ende Mai schließt. Foto: Gerd Wallhorn

oberhausen.   Das Ladenlokal der Lebenshilfe trägt sich nicht mehr. Alle Mitarbeiter bekommen neue Jobs, und die „Florian“-Friedhofsgärtnerei bleibt bestehen.

„Florian“, der Blumenladen am Friedhof an der Harkortstraße, schließt seine Pforten. Das berichtet die Auferstehungskirchengemeinde Osterfeld im aktuellen Gemeindebrief. Michael Bollen von der Geschäftsführung der Oberhausener Lebenshilfe, die dieses Ladenlokal betreibt, bestätigt: „Wir haben das Konzept so lange wie möglich aufrecht erhalten, können aber auf Dauer die Defizite nicht tragen. Es fehlte die Kundschaft. Das ist schade für die Qualität der dort geleisteten Arbeit.“

Das größte Problem sei die Lage des Ladens: „Es gibt kaum Laufkundschaft. Auch die Zahl der Friedhofsbesucher wird immer kleiner. Sie waren unsere treuesten Kunden.“ Die Entscheidung sei allen Beteiligten nicht leicht gefallen; es gab viele Gespräche mit Vertretern der Auferstehungskirche, der das Ladenlokal gehört.

Auch Vertreter der Gemeinde betonen: „Alle bedauern es sehr, auch unser Presbyterium und die Kunden, die dankbar waren für die nette Bedienung und die kurzen Wege. Aber alle Versuche in den letzten Jahren, das Blumenverkaufsgeschäft anzukurbeln, haben nicht den notwendigen Erfolg gebracht.“

Friedhofsgärtnerei „Florian“ besteht weiter

Die Entscheidung für die Schließung fiel bereits Anfang des Jahres. Nun wird „Florian“ zum 31. Mai endgültig schließen. Damit wird aber nur ein Teil des Konzeptes „Florian“ enden, denn auch die weiter bestehende Friedhofsgärtnerei fungiert unter diesem Namen, sagt Michael Bollen. Er ist froh, dass niemand aufgrund der Schließung seinen Arbeitsplatz verliert: „Wir konnten den vier Mitarbeitern neue Arbeitsplätze anbieten, teilweise sogar mit mehr Stunden und höher qualifiziert.“

Auch die einzige behinderte Mitarbeiterin des Blumenladens findet eine neue Aufgabe – sie wird zur Friedhofsgärtnerei wechseln. In den rund zehn Jahren des Bestehens des Blumengeschäftes habe sich gezeigt, dass die Einbeziehung behinderter Mitarbeiter in floristische Aufgaben schwierig sei, sagt Michael Bollen: „Deshalb war am Ende nur noch eine Mitarbeiterin mit Behinderung dort tätig.“

Ladenlokal soll neu genutzt werden

In Zukunft werden sich fünf bis sechs behinderte und drei bis vier nicht behinderte Mitarbeiter der Lebenshilfe um den Friedhof der Auferstehungskirche kümmern und Ansprechpartner für die Grabpflege sein. So bestehe das Konzept der gemeinsamen Beschäftigung von nicht behinderten und behinderten Mitarbeitern weiter.

„Einen Nachfolger für das Blumengeschäft konnten wir noch nicht finden“, heißt es im Gemeindebrief der Auferstehungskirche. Überlegt werde beispielsweise, das Ladenlokal so zu gestalten, dass Friedhofsbesucher dort eine Pause einlegen können. Entschieden sei aber noch nichts.

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