Demokratie leben

Broschüre sendet ein gutes Signal für Toleranz und Vielfalt

Clemens Heinrichs , Anke Hoffstadt , Stefan Zimkeit , Dirk Paasch , Andrea Cora Walther (von links) vom Runden Tisch  für Demokratie und Toleranz stellen am Freitagdie Broschüre zur Antirassismus-Kampagne vor. 

Clemens Heinrichs , Anke Hoffstadt , Stefan Zimkeit , Dirk Paasch , Andrea Cora Walther (von links) vom Runden Tisch für Demokratie und Toleranz stellen am Freitagdie Broschüre zur Antirassismus-Kampagne vor. 

Foto: Gerd Wallhorn

Oberhausen.   Der Runde Tisch für Demokratie und Toleranz in Oberhausen hat die Banner-Aktion gegen Rassismus jetzt dokumentiert. Startauflage von 2000 Stück

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Gemeinden, Kulturvereine und Schulen haben mitgemacht, Gewerkschaften, Parteien, Firmenbelegschaften, das Jugendparlament und viele, viele mehr: Rund 80 Gruppen, Initiativen und Institutionen haben sich an der Banneraktion „Oberhausen hat keinen Platz für Rassismus“ beteiligt und öffentlich Stellung bezogen gegen nationalistisches und rechtspopulistisches Gedankengut.

Viele der Aktionen sind jetzt in einer Broschüre dokumentiert – mit Foto und einer kurzen Aussage, warum sich die Abgebildeten jeweils entschlossen haben, Gesicht zu zeigen: Sie liegt nun druckfrisch vor, in einer Auflage von 2000 Exemplaren.

Viele Oberhausener haben mitgemacht

Der Runde Tisch für Demokratie und Toleranz hatte die Banner-Aktion angestoßen – und war überrascht, wie viele Oberhausener sich im Sommer 2018 hinter dieser klaren Botschaft auf dem Banner versammelt haben: „Das hat uns geradezu überrannt, wie viele das Thema bewegt und zusammengebracht hat“, freut sich Dirk Paasch, örtlicher Koordinator des Bundesprogramms „Demokratie leben“, aus dessen Etat die Aktionen finanziert wurden.

Zunächst waren dafür 5000 Euro beantragt worden – mit wachsender Beteiligung wurden letztlich alles in allem rund 15.000 Euro draus. „Gut angelegtes Geld“, ist Gedenkhallen-Chef Clemens Heinrichs überzeugt: „Das wirkt in die Stadtgesellschaft hinein und ist ein gutes öffentliches Signal.“ Stefan Zimkeit ergänzt: „Es zeigt allen Beteiligten: Wir sind nicht allein, sondern sehr viele. Das ist wichtig.“

Bekenntnis zeigt Außenwirkung

Anke Hoffstadt, Koordinatorin des Programms „NRWeltoffen“, betont, dass solche Positionierungen nicht Symbolpolitik sind. „Aus den mobilen Beratungsstellen gegen Rechts hören wir auch immer wieder, dass solche öffentlichen Statements tatsächlich helfen. Es ist gut, wenn Rechtspopulisten wissen, dass sie irgendwo mit Gegenwind zu rechnen haben.“

Dass die Positionierung gegen Rechts durchaus Außenwirkung entfaltet, haben Fälle gezeigt, in denen öffentlich aufgehängte Banner nächtens mutwillig zerstört worden waren – zum Beispiel am Büro für Chancengleichheit.

Fest stehe, dass die Antirassismus-Kampagne auch vielerorts zur Auseinandersetzung mit dem Thema geführt habe, hat Paasch immer wieder erfahren: „In Firmen, an Schulen und in Vereinen ist über Rassismus und Ausgrenzung diskutiert worden.“ Offenbar häufig mit dem Ergebnis, gemeinsam Gesicht zu zeigen gegen Rechts.

Oberbürgermeister Daniel Schranz formuliert es im Grußwort zu der Broschüre so: „Wir in Oberhausen sind tolerant und weltoffen. Bleiben wir gemeinsam wachsam, denn es muss auch in Zukunft klar sein: In Oberhausen ist kein Platz für Rassismus!“

>>>Info: Ab dem 21. Januar erhältlich

Momentan wird die Hochglanz-Broschüre im Kreis der Beteiligten verteilt. Sie ist aber auch für andere Interessierte erhältlich. Ab dem 21. Januar ist sie im Infozentrum der Gedenkhalle, in der Koordinierungsstelle „Demokratie leben“ (Essener Straße 100 a) sowie in den Bibliotheken im Bert-Brecht-Haus, in Osterfeld und Sterkrade kostenlos zu bekommen.

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