Krankenhausschließung

Bündnis für eine menschenwürdige Gesundheitsversorgung

Das St. Josef Hospital in der Oberhausener Innenstadt soll geschlossen werden. Das neue Bündnis setzt sich auch für die Rechte der Mitarbeiter ein.

Das St. Josef Hospital in der Oberhausener Innenstadt soll geschlossen werden. Das neue Bündnis setzt sich auch für die Rechte der Mitarbeiter ein.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Ein neues Bündnis in Oberhausen setzt sich für eine soziale Gesundheitsversorgung und auch für bessere Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern ein.

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Für eine menschenwürdige Gesundheitsversorgung setzt sich das neue Oberhausener Bündnis Gesundheit ein. Alle Interessierten sind eingeladen, dieses Bündnis am Dienstag, 17. September, ab 18 Uhr im DGB-Haus (Willi-Haumann-Saal) an der Friedrich-Karl-Str. 24 mit aus der Taufe zu heben.

Mitbegründerin Petra Stanius erläutert: „Wir sind Bürger und Bürgerinnen aus Oberhausen, die sich für eine menschenwürdige Gesundheitsversorgung einsetzen. Wir haben verschiedene Auffassungen zu gesundheitspolitischen Fragen, aber wir sind uns einig in der Überzeugung, dass dringend gehandelt werden muss.“ Der kranke Mensch müsse wieder im Mittelpunkt stehen.

Teil der sozialen Daseinsvorsorge und eine öffentliche Aufgabe

Krankenhäuser dürften nicht länger gezwungen werden, Profite zu erwirtschaften. Die Gesundheitsversorgung sei Teil der sozialen Daseinsvorsorge und eine öffentliche Aufgabe. Oberhausener sollten – gerade vor dem Hintergrund der Schließung des St. Josef Hospitals (KKO) – mitentscheiden können, welche Einrichtungen in ihrer Stadt benötigt werden. „Menschenwürdig“ sei die Gesundheitsversorgung aber nur dann, wenn auch die Würde der Beschäftigten gewahrt werde. Ihre Arbeitsbedingungen seien heute aber oft ein Skandal. Es fehle überall an Personal: in der Pflege, aber auch in allen anderen Funktionsbereichen wie in der Küche, der Reinigung, der Therapie.

„Eine aktuelle Aufgabe des Bündnisses sehen wir darin, die Beschäftigten des Katholischen Klinikums Oberhausen in ihrem Kampf um ihre Arbeitsplätze zu unterstützen“, führt Stanius aus. „Uns ist es wichtig, dass das Bündnis breit getragen wird: von Beschäftigen in den Krankenhäusern, Gewerkschaftern, politisch Aktiven, Angehörigen, Patienten.

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