Coronavirus

Corona: Crowdfunding soll Betriebe und Theater finanzieren

Die Stühle im Ebertbad bleiben derzeit leer (Archivfoto).

Die Stühle im Ebertbad bleiben derzeit leer (Archivfoto).

Foto: Kurt Michelis / NRZ

Oberhausen  Die Coronakrise sorgt für immense finanzielle Einbußen bei Betrieben und Kultureinrichtungen. In Oberhausen kann ab sofort jeder Bürger helfen.

Die Corona-Epidemie sorgt bei Betrieben, Selbstständigen, Kultureinrichtungen und anderen Oberhausenern für immense finanzielle Verluste. Der Handwerks-Betrieb von nebenan, das Ebertbad, das Niebuhrg-Theater, Bäckereien, Friseure, und und und: Ihnen allen droht ohne Hilfe das Aus. Doch jeder Bürger kann etwas tun, die herben Verluste ein wenig aufzufangen.

Die Energieversorgung Oberhausen (EVO) bietet dazu die passende Plattform: die Oberhausen Crowd. Im Oktober vergangenen Jahres hat die EVO das Projekt vorgestellt: Mittels Crowdfunding können Menschen im Internet Geld für gemeinnützige Aktionen spenden - und dafür ein kleines Dankeschön in Form von Gutscheinen oder kleinen Präsenten erhalten. Die EVO hat die Regeln nun gelockert: Projekte müssen nicht mehr zwingend gemeinnützig sein: jeder, dessen Existenz durch die Coronakrise gefährdet ist, kann online um Hilfe bitten.

Ebertbad und Niebuhrg Oberhausen machen den Anfang

"In der Coronakrise steht die EVO als Teil dieser Stadt helfend zur Seite", heißt es in der entsprechenden Ankündigung des Energieversorgers. Solidarität sei jetzt besonders wichtig, um diese schwere Zeit gemeinsam zu meistern. "Mit unserer Oberhausen Crowd ermöglichen wir allen Oberhausener Bürgern sich für diejenigen stark zu machen, die jetzt schnelle finanzielle Hilfe benötigen."

Das Ebertbad und die Niebuhrg machen den Anfang, auf der Seite oberhausen-crowd.de ist der Hilferuf der beiden privat geführten Bühnen bereits online. Das Ebertbad hat bereits Kurzarbeit angemeldet - zum ersten Mal seit Bestehen des Kleinkunsttempels. Beide Theater benötigen dringend Hilfe für notwendige Anschaffungen, und für die Gehälter der Mitarbeiter nach der Krise. Sowohl das Ebertbad als auch die Niebuhrg finanzieren sich ausschließlich durch den Ticketerlös und die Unterstützung von Sponsoren.

Müsli und Rabatte als Dankeschön

Gestartet hat den Aufruf Uwe Muth, Geschäftsführer der Agentur Sensitive Colours und Kultur-Tausendsassa der Stadt. Er wirkt unter anderem beim beliebten Feierabendmarkt, dem City-Weihnachtsmarkt und anderen Kulturveranstaltungen in der Innenstadt mit. 5000 Euro sind das Ziel. Sollte diese Summe zusammenkommen, geht die Spende an die beiden Theater. Erreicht der Aufruf das gewünschte Ziel nicht, geht das Geld an die Spender zurück. Kommt mehr zusammen, bekommen auch die Theater mehr.

Wer spendet, bekommt etwas zurück: Für 10 Euro gibt es etwa einen 4-Euro-Rabatt bei der Kaffeemarke Earlybird, ein Müsli-Paket der Firma Mymuesli oder einen 20-Euro-Gutschein des Taschen-Unternehmens Boitel. Die EVO sagt zudem zu, pro 10 Euro Unterstützung 5 Euro aus einem Sondertopf dazuzugeben. Anfallende Gebühren der Projektpartner übernimmt der Energieversorger ebenfalls.

Hier geht's zur Plattform: www.oberhausen-crowd.de

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