Coronavirus

Corona: Oberhausen ist Risikogebiet, Inzidenzwert bei 52,67

Virologe Dittmer hält nichts von Beherbergungsverbot

Hilft ein Beherbergungsverbot dabei, das Infektionsgeschehen zu kontrollieren? Virologe Ulf Dittmer beantwortet aktuelle Fragen zur Coronakrise.

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Oberhausen.  Auch Oberhausen ist nun ein Corona-Risikogebiet: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 52,67. Nun greifen strengere Regeln.

Nun gehört auch Oberhausen zu den rund 30 NRW-Städten und -Kreisen, die vom RKI als Corona-Risikogebiet eingestuft werden. Am Dienstag (Stand: 0 Uhr) meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) für Oberhausen einen Wert von 52,67.

Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt, wie viele Menschen sich in der Stadt in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus nachweislich infiziert haben. Gemessen wird dies nicht an den absoluten Zahlen, sondern an Fällen je 100.000 Einwohner. Das macht das Infektionsgeschehen regional vergleichbar.

Seit Samstag (17. Oktober) gelten in NRW einheitliche Regeln für Risikoregionen mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, damit greifen nun auch in Oberhausen folgende Einschränkungen:

  • Ab 23 Uhr bis 6 Uhr gilt in der Gastronomie eine Sperrstunde.
  • Auch der Verkauf von alkoholischen Getränken ist in dieser Zeit untersagt.
  • Feste aus herausragendem Anlass sind auf zehn Personen beschränkt.
  • Veranstaltungen sind - innen und außen - auf maximal 100 Personen beschränkt. Veranstaltungen sind allerdings bis zu maximal 250 Personen möglich, wenn die zuständige Gesundheitsbehörde ein vorgelegtes Hygienekonzept akzeptiert.
  • Zudem dürfen nur noch fünf Personen oder maximal zwei Hausstände in der Öffentlichkeit zusammenkommen.

Corona in Oberhausen: Maskenpflicht in Rathäusern

In den Oberhausener Rathäusern und Dienstgebäuden gilt zudem seit Montag eine strengere Maskenpflicht als bislang. Dies gilt für Bürger, die beispielsweise ihren Personalausweis verlängern lassen wollen, ebenso wie für die Mitarbeiter der Verwaltung. Die Masken müssen von allen durchgängig getragen werden. Grund sind die rasant steigenden Corona-Zahlen.

Krisenstabsleiter Michael Jehn: „Mehr denn je kommt es jetzt auf jeden Einzelnen an, sich und andere zu schützen. Die Hygieneschutzmaßnahmen müssen eingehalten werden. Dazu gehört auch das Tragen des Mund-Nase-Schutzes.“ Es sei erwiesen, dass dort, wo kein Abstand gehalten werden kann, der Mund-Nase-Schutz die Ansteckungsgefahr deutlich reduziert.

Oberhausener Krisenstabsleiter appelliert an Bürger

Jehn empfiehlt außerdem dringend, sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld zu Hause die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. „So kann jeder dazu beitragen, das Infektionsgeschehen zu reduzieren.“

Am Donnerstag hatte Oberhausen mit 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner die erste Corona-Warnstufe erreicht und umgehend verschärfte Corona-Regeln beschlossen.

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