Coronavirus

Corona: Stadt Oberhausen stundet Kita-Gebühren für April

Die Kindertagesstätten In Oberhausen sind derzeit wegen der Corona-Pandemie weitgehend leer.

Die Kindertagesstätten In Oberhausen sind derzeit wegen der Corona-Pandemie weitgehend leer.

Foto: Sina Schuldt / dpa-tmn

Oberhausen.  Im April wird die Stadt Oberhausen keine Beiträge von Eltern für die Kinder-Betreuung in Kitas, bei Tagesmüttern und im offenen Ganztag einziehen.

Die meisten Oberhausener Kinder, die sonst in Kitas, bei Tagesmüttern oder im offenen Ganztag der Grundschulen betreut werden, sind derzeit wegen der Corona-Pandemie notgedrungen zu Hause. Für den Monat März haben ihre Eltern schon die Beiträge gezahlt, im April will die Stadt die Einziehung der Gebühren für die Betreuungsangebote nun aber aussetzen. Das kündigte am Dienstag Beigeordneter Jürgen Schmidt im Gespräch mit der Redaktion an.

„Wir setzen die Zahlungspflicht zum 1. April aus“, sagte der Beigeordnete für Familie, Bildung, Sport und Integration. Das bedeutet für Eltern, dass zum 1. April keine Kita-, Tagespflege- oder OGS-Beiträge vom Konto abgebucht werden. Wer einen Dauerauftrag eingerichtet hat, kann diesen unterbrechen oder Einzelüberweisungen aussetzen.

Verständnis für die Situation von Eltern

Die Stadtverwaltung reagiert damit auf Nachfragen von Eltern und Initiativen in Nachbarstädten, in denen es ebenfalls Debatten um eine Rückerstattung der Kita-Gebühren gibt. „Wir haben großes Verständnis für die Situation der Eltern, die vielfach jetzt zusätzliche Belastungen stemmen müssen“, sagte Jürgen Schmidt.

Gleichzeitig warten die Verantwortlichen im Oberhausener Rathaus auf eine einheitliche Landesregelung zu dem Thema und hoffen, dass die Landesregierung die Schatulle aufmacht, um die Beitragszahlung zu übernehmen. Und auch für den Zeitraum ab dem 15. März bis Ende März Eltern das Geld zurückerstattet. Denn seitdem dürfen Kinder die Betreuungsangebote nicht mehr besuchen.

Falls das Land nicht zahlen würde, müsste dem Oberhausener Rat ein entsprechender Beschlussvorschlag zur Übernahme der Kosten vorgelegt werden. Sollte die Politik dem zustimmen, würde die Übernahme der Elternbeiträge für Kitas, Tagespflege und OGS nur für einen Monat den städtischen Haushalt mit 860.000 Euro belasten. „Das ist eine große Herausforderung“, sagte Schmidt.

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