Politik

Damit am Wahltag in Oberhausen alles glatt geht

Jürgen Ludwiczak, der Leiter des Fachbereichs Wahlen, und seine Mitarbeiter bereiten den anstehenden Urnengang vor.

Foto: Gerd Wallhorn

Jürgen Ludwiczak, der Leiter des Fachbereichs Wahlen, und seine Mitarbeiter bereiten den anstehenden Urnengang vor. Foto: Gerd Wallhorn

OBERHAUSEN.  Die Organisation der Landtagswahl im Mai läuft auf Hochtouren. Gesucht werden noch erfahrene Helfer für die Wahlvorstände in Oberhausen.

Am 14. Mai entscheiden die Bürger in Nordrhein-Westfalen über die Zusammensetzung des nächsten Landtags. Wählen darf, wer am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet hat und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Bei der letzten Landtagswahl vor fünf Jahren waren rund 157 000 Oberhausener wahlberechtigt.

Für die Vorbereitungen und Durchführung ist in Oberhausen der städtische Fachbereich Wahlen zuständig. Bis zum Wahltag werden etwa 22 Mitarbeiter für die Vorbereitung und Durchführung eingesetzt, überwiegend sind dies externe Einstellungen, Honorarkräfte und Auszubildende. Zu den Aufgaben des Fachbereichs gehört auch, die Briefwahlunterlagen zusammenzustellen. Rund 35 000 Exemplare wurden bestellt.

143 Wahllokale im Stadtgebiet

Die Anzahl der Wahllokale auf Oberhausener Stadtgebiet steht seit Jahren fest: Es sind 143. Einige wenige Lokale müssen noch abschließend geklärt werden, ansonsten, so Fachbereichsleiter Jürgen Ludwiczak, stehe die Planung.

Pro Wahllokal wird die höchstmögliche Anzahl von acht Wahlhelfern eingesetzt, das sind knapp 1150 Personen. Der Grund: Bei der Landtagswahl hat jeder Wahlberechtigte zwei Stimmen. Mit der Erststimme wählt er einen Wahlkreiskandidaten, mit der Zweitstimme die Landesliste einer Partei. Die Auszählung von Erst- und Zweitstimmen ist daher sehr zeitaufwendig.

Erfrischungsgeld für Wahlhelfer

Gesucht werden noch erfahrene Wahlhelfer, also Personen, die bei vorigen Wahlen schon einmal eingesetzt waren. Für unerfahrene Wahlhelfer gibt es bereits eine Warteliste. Bedarf besteht – wie seit Jahren – immer bei Wahlvorstehern, Stellvertretern und Schriftführern, in dieser Funktion werden nur erfahrene Wahlhelfer eingesetzt.

Interessenten können sich an die Stadt Oberhausen wenden: Nadine Wetzke, 825-2083, oder Stefanie Czauderna, 825-2953. Alle Wahlhelfer bekommen für ihren Dienst am Wahltag ein sogenanntes Erfrischungsgeld, das je nach Funktion gestaffelt ist. Es beginnt bei 45 Euro für einen Beisitzer und endet bei 70 Euro für einen Wahlvorsteher.

In Oberhausen gibt es zwei Wahlkreise: Den Wahlkreis 55 – Oberhausen I – mit den Stadtbezirken Alt-Oberhausen und Osterfeld sowie den Wahlkreis 56 – Oberhausen II/Wesel I — mit dem Stadtbezirk Sterkrade und der Stadt Dinslaken. Die endgültige Kandidatenliste steht noch nicht fest. Vorschläge können noch bis zum 27. März 18 Uhr eingereicht werden.

Kreiswahlausschuss tagt am 3. April

Wahlvorschläge von Parteien, die nicht im Landtag oder im Deutschen Bundestag vertreten sind, müssen von mindestens 100 Wahlberechtigten aus ihrem Wahlkreis Unterstützungsunterschriften auf amtlichen Vordrucken einreichen. Bei der Landesliste sind es 1000 Unterschriften. Der Kreiswahlausschuss entscheidet dann über die Zulassung. Die Sitzung ist für den 3. April terminiert. Erst danach können die Briefwahlunterlagen verschickt werden.

Die Wahl erfolgt unmittelbar, frei, gleich und geheim. Das bedeutet: Es werden keine Wahlmänner zwischengeschaltet, es darf kein Druck auf die Wähler ausgeübt werden, jeder Stimme kommt das gleiche Gewicht zu und niemand darf wissen, wer wie gewählt hat.

>>> Jeder Wähler hat zwei Stimmen

Jeder Wähler hat zwei Stimmen. Mit der Erststimme wählt er einen Wahlkreiskandidaten, mit der Zweitstimme die Landesliste einer Partei.

Es gibt 128 Wahlkreise in NRW. Der Landtag besteht aus mindestens 181 Sitzen. 128 davon werden von den Gewinnern der Wahlkreise , die restlichen über die Landeslisten vergeben. Die Zweitstimmen entscheidet über die Anzahl der Parlamentssitze einer Partei.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik