Schule

Das Heinrich-Heine-Gymnasium bekommt einen neuen Anbau

Spatenstich am Heinrich-Heine-Gymnasium. In nur einem Jahr soll hier an der Lohstraße ein neuer Anbau den Schülern Platz bieten.

Spatenstich am Heinrich-Heine-Gymnasium. In nur einem Jahr soll hier an der Lohstraße ein neuer Anbau den Schülern Platz bieten.

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Rund 2,7 Millionen Euro kostet der neue Anbau des „Heine“. Doch mit der Rückkehr zu G9 stehen der Schule die nächsten Platzprobleme ins Haus.

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Jahrelang haben die Verantwortlichen am Heinrich-Heine-Gymnasium an der Lohstraße darauf gewartet. Über 100 Lehrer, Eltern und Schüler säumten denn auch am Wochenende die Stelle auf dem nördlichen Schulgelände, wo Schulleiter Marcus Kortmann mit Oberbürgermeister Daniel Schranz den Ersten Spatenstich für den Anbau an die Schule setzte. Die Schule hatte die Veranstaltung mit ihrem Schulfest verbunden. Deshalb herrschte auf dem Schulgelände Hochbetrieb, auch viele Ehemalige waren gekommen.

„Übernächste Woche wird es tatsächlich losgehen“, verkündete Hartmut Schmidt, Geschäftsführer der Oberhausener Gebäude-Management GmbH (OGM). Sie ist mit der Durchführung des Projekts beauftragt. Der Neubau auf 300 Quadratmetern Grundfläche und über zwei Etagen ersetzt zwei Pavillons, von denen einer schon seit Jahren nicht mehr nutzbar ist.

Daniel Schranz hat in den alten Pavillons gesessen

„In diesen Pavillons habe ich ja schon als Schüler gesessen“, erzählte Oberbürgermeister Schranz, der hier 1994 Abitur gemacht hat. An spannende Diskussionen in der Schülervertretung erinnere er sich. Und daran, dass es darin entweder zu warm oder zu kalt gewesen sei.

Ein Bauunternehmen gefunden zu haben, das sofort mit den Arbeiten beginnen wird, das ist nach Angaben von Hartmut Schmidt zur Zeit nicht selbstverständlich. Die Bau-Branche sei vollkommen ausgelastet. Den Zuschlag bekam letztlich die Oberhausener Firma Geese-Bau, der Anbau soll in einem Jahr fertig sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,7 Millionen Euro.

Grundschule Eisenheim folgt

Für Oberbürgermeister Daniel Schranz ist der Anbau am „Heine“ ein weiterer Schritt, den Investitionsstau an Oberhausens Schulen aufzulösen. Förderprogramme wie „Gute Schule 2020“ und die Investitionshilfen des Bundes für finanzschwache Städte machen es möglich. „Als weitere Projekte folgen die neue Grundschule in Eisenheim und der Umbau der Hauptschule Alstaden.“

Schon vor Jahren habe das Gymnasium überzählige Klassenräume im Erdgeschoss zu einer Mensa und einem Selbstlernzentrum umgebaut, berichtete Marcus Kortmann, der seit Februar die Schule leitet. Der nördliche der beiden Pavillons sei zuletzt für die Mittagsbetreuung und für AGs genutzt worden. Er ist bereits abgerissen.

Neue Platzprobleme wegen Rückkehr zu G9

Um aber den zuletzt wieder gestiegenen Schülerzahlen gerecht zu werden, hätten viele Kunstgriffe angewendet werden müssen: Nachmittags-Belegungen einzelner Klassenräume, die Umnutzung eines Kunstraums zum Klassenzimmer, aber auch große Leistungskurse mit 30 Schülern.

Allerdings sind am Horizont auch am Heinrich-Heine-Gymnasium wieder Raumprobleme absehbar: Grund ist der Übergang von G8 zu G9, also dem Abitur nach neun Jahren, ab dem Schuljahr 2019/20. Dafür benötigt die Schule voraussichtlich auch wieder vier zusätzliche Klassenräume.

>>> Eine ganze Etage für den Ganztag

„Wir haben künftig Möglichkeiten, das Lernen ganz anders zu gestalten“, erklärte Schulleiter Marcus Kortmann. Denn im Erdgeschoss des neuen Anbaus entstehe eine reine Ganztags-Etage für die Mittagspause und die nachmittäglichen AGs der Schüler. „Wir sind ja seit zwei Jahren eine voll ausgebaute Ganztagsschule.“ Neben einem Büro und einem Besprechungsraum sind im Erdgeschoss durch eine verwinkelte Anordnung des dort geplanten Großraums Rückzugsmöglichkeiten für Kleingruppen vorgesehen.
Im Obergeschoss isteine Lern-Etage mit vielen kleinen Räumen angedacht. Dorthin sollen sich kleine Gruppen zurückziehen können, um differenzierter zu arbeiten. „Die Starre des Klassenraums soll so aufgelöst werden“, berichtete Kortmann.

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