Betreiber gesucht

David gegen Goliath - zwei Firmen kämpfen um die Stadthalle

Die Luise-Albertz-Halle an der Düppelstraße 1 in Oberhausen heißt offiziell auch noch „Congress Centrum Oberhausen“ (CCO). Private Unternehmen sollen künftig den Betrieb der verlustreichen Halle übernehmen

Die Luise-Albertz-Halle an der Düppelstraße 1 in Oberhausen heißt offiziell auch noch „Congress Centrum Oberhausen“ (CCO). Private Unternehmen sollen künftig den Betrieb der verlustreichen Halle übernehmen

Foto: Kerstin Bögeholz

OBERHAUSEN.   Oberhausen will die zuschussträchtige Stadthalle nicht mehr weiter betreiben – sondern sie Privatbetrieben übergeben. Es gibt zwei Konkurrenten.

Zwei konkurrierende Unternehmen kämpfen nun darum, den vollständigen Betrieb der Oberhausener Kongress- und Stadthalle an der Düppelstraße für die nächsten fünf Jahre zu übernehmen. Die Stadt will den Gesamtbetrieb komplett abgeben, weil sie sich davon erhofft, dass ihr jetziger Zuschuss für den Hallenbetrieb von über einer Million Euro im Jahr deutlich sinken kann.

Auf die Ausschreibung zur Vergabe dieses Auftrages haben sich nach Angaben von Luise-Albertz-Hallen-Geschäftsführer Klaus Lerch sowohl der Köpi-Arena-Betreiber SMG als auch die jetzigen Pächter des Stadthallen-Restaurants „Charlie’s Kantine“ beworben. Die amerikanische SMG bespielt weltweit Stadien, Stadthallen, Multifunktionsarenen und Kongresszentren. Die Pächter von „Charlie’s Kantine“ versorgen seit Jahren auch das Technologie-Zentrum Oberhausen, das Technische Rathaus und das Arbeitsamt mit leckeren Speisen – sie trauen sich nun zu, die gesamte Stadthalle inklusive aller Veranstaltungen zu organisieren. Ihr Vertrag als Restaurant-Bewirtschafter der Stadthalle läuft nur noch bis Ende 2019. „Charlie’s Kantine“ gilt als erfolgreich.

Beide Parteien haben nun noch bis zum 21. Oktober Zeit, ihr Angebot abzugeben: Wie viel sind sie bereit, für den potenziell lukrativen Betrieb der Halle zu bezahlen? Danach soll zwei Wochen lang mit ihnen verhandelt werden – am Ende entscheidet der Aufsichtsrat der Stadthalle.

Sollte die SMG den Zuschlag erhalten,wollen sie wohl auch das gesamte Catering von Speisen und Getränken übernehmen – denn gerade hier winken die hohen Erträge.

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