Geständnis abgelegt

Dealer (34) lässt sein Marihuana im Keller verschimmeln

Das Verfahren gegen den Oberhausener vor dem Landgericht Duisburg soll voraussichtlich am Freitag kommender Woche abgeschlossen werden.

Foto: Stephan Eickershoff (Archiv)

Das Verfahren gegen den Oberhausener vor dem Landgericht Duisburg soll voraussichtlich am Freitag kommender Woche abgeschlossen werden.

Oberhausen.   34-jähriger Oberhausener erweist sich nicht gerade als absoluter Drogen-Experte. Zum Prozess-Auftakt legt der Angeklagte ein Geständnis ab.

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Wegen Drogenhandels steht seit Dienstag ein 34-jähriger Oberhausener vor dem Landgericht Duisburg. In einem von ihm genutzten Keller in Voerde waren am 18. September 2017 erhebliche Mengen Drogen gefunden worden: Die Polizei stellte 840 Gramm Marihuana, 37 Gramm Ecstasy und drei Kilogramm Amphetamin sicher.

In einem Karton-Stapel fand sich außerdem ein Einhand-Messer. Das brachte dem 34-Jährigen den mit mindestens fünf Jahren Gefängnis bedrohten Vorwurf des bewaffneten Handeltreibens ein.

Der Angeklagte ließ am ersten Verhandlungstag durch seinen Verteidiger ein rückhaltloses Geständnis vortragen. „Die Anklage trifft zu“, hieß es. Der 34-Jährige sei durch eine Erkrankung, die mit Lähmungserscheinungen in den Beinen verbunden war, an Drogen geraten. Von seinem tödlich an einem Gehirntumor erkrankten Cousin habe er kurz vor der Durchsuchung dessen Drogenbestände übernommen. Von dem Messer habe er allerdings keine Ahnung gehabt.

Lebensgefährtin hat den Keller zur Verfügung gestellt

Darauf, dass der Angeklagte nicht der absolute Drogen-Experte ist, weist ein bemerkenswerter Umstand hin: Das Marihuana, das in Form von Blüten gefunden wurde, war aufgrund unsachgemäßer Verpackung zum großen Teil verschimmelt.

Der Keller war dem Angeklagten von dessen Lebensgefährtin zur Verfügung gestellt worden. Die 28-jährige Voerderin sitzt nun wegen Beihilfe auf der Anklagebank. Auch sie ließ die gegen sie gerichteten Vorwürfe durch eine Verteidigererklärung einräumen: „Meine Mandantin hat ihrem Freund den Keller zur Verfügung gestellt. Sie wusste, dass er etwas mit Drogen zu tun hatte.“ Der Umfang sei der 28-Jährigen aber nicht klar gewesen.

Dafür kann die Mitangeklagte aber erklären, woher das Messer im Keller kam: Es soll ursprünglich im Wagen des Lebensgefährten gelegen haben. Weil das Auto in die Inspektion sollte, habe sie das Fahrzeug ausgeräumt und das Messer zusammen mit anderen Gegenständen in einen Karton im Keller gelegt.

Das Verfahren soll voraussichtlich am Freitag kommender Woche abgeschlossen werden.

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