Kommentar

Die Freude, nicht das Marketing

Ralph Wilms kommentiert die Marketing-Bemühungen um den „Day of Song“.

Foto: Gerd Wallhorn

Ralph Wilms kommentiert die Marketing-Bemühungen um den „Day of Song“.

oberhausen.   Der „Day of Song“ sollte nicht als touristisches Format gesehen werden, sondern als Dankeschön-Tag für engagierte Chöre.

Schön, dass es wieder einen „Day of Song“ gibt, wenn auch nicht in jener den ganzen Tag und das weite Revier umfassenden Form des fulminanten Anfangs. Das Hin und Her und die vierjährige Auszeit waren leider geeignet, mehr als einen engagierten Chor zu vergraulen. Und ob das aktuelle Format, als Präludium der ohnehin pickepackevollen Extraschicht, sich bewähren kann? Diese Kombination ist wohl vor allem der Fördergeld-Arithmetik zu verdanken. Den Chören aber sollte es nicht schwer, sondern leicht gemacht werden, sich für einen Tag einzusetzen, der die Freude am Singen feiert – dem „Lachen in Zeitlupe“, wie es so schön heißt. Nur zur Erinnerung (und den touristischen Aufschwung des Reviers mal beiseite): 2010 und seine Errungenschaften waren für die paar Millionen Menschen im Revier – und nicht fürs „Metropolen“-Marketing.

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