Kommentar

Die zunehmende Entfremdung zwischen SPD und Dezernentin

WAZ-Redakteur Peter Szymaniak kommentiert das angekündigte Aus für die Oberhausener Sozial-, Schul- und Familiendezernentin Elke Münich.

WAZ-Redakteur Peter Szymaniak kommentiert das angekündigte Aus für die Oberhausener Sozial-, Schul- und Familiendezernentin Elke Münich.

Foto: Wallhorn/Bertelmann

Oberhausen.   Über Jahre hat sich viel Unmut zwischen Ratspolitikern und der Beigeordneten für Soziales und Schule aufgestaut. Jetzt folgt ein harter Schritt.

Es muss viel passieren, ehe Sozialdemokraten, die zumindest öffentlich stets den Wert der Solidarität hochhalten, sich dazu durchringen, eine eigene, einst hochgelobte Fachfrau abzusägen. Deshalb war die Möglichkeit, Elke Münich abzuwählen, intern lange Zeit umstritten, wenn nicht gar undenkbar.

Am Ende gab es keinen entscheidenden einzigen Fehler, der Frau Münich zum Verhängnis wurde, sondern eine zermürbende Kette von Missgeschicken, Mängeln und Versäumnissen, die zu zunehmender Entfremdung zwischen SPD und der Beigeordneten führten. Frau Münich ist zugute zu halten, dass sie den Mut hatte, ein so großes Haus mit so vielen Krisenthemen zu übernehmen.

Doch letztlich klammerte sie sich zu sehr an Paragrafen, es fehlte ihr an politisch-strategischer Weitsicht und an der Fähigkeit, Menschen für sich zu gewinnen. Schade.

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