Startup-Unternehmen

Ehemalige Heine-Schüler gründen Firma für Verkehrsplanung

Haben am Oberhausener Heinrich-Heine-Gymnasium Abitur gemacht: Simon Deichsel, Paul Dötsch und Amir Benjamin Balde (alle 18 Jahre alt).

Haben am Oberhausener Heinrich-Heine-Gymnasium Abitur gemacht: Simon Deichsel, Paul Dötsch und Amir Benjamin Balde (alle 18 Jahre alt).

Foto: Simon Deichsel / Heinrich-Heine-Gymnasium

Oberhausen.  Es gibt viele digitale Daten, die zur Verbesserung des Straßenverkehrs genutzt werden könnten. Drei Oberhausener wollen damit Geld verdienen.

Straßenverkehr ist komplex. Eine sinnvolle Lenkung, die flexibel auf Faktoren wie Tageszeit, Verkehrsdichte, Baustellen, Wochentag, Temperatur oder freie Parkplätze reagiert – davon träumen Stadtplaner. Dabei gibt es schon jetzt viele digitale Daten von diesen Faktoren, sie werden nur nicht genutzt. Davon sind die Gründer des Oberhausener Startup-Unternehmens „Geomesh“ überzeugt.

„Jeden Tag gehen Städte tausende ungenutzte Daten verloren, welche für eine deutliche Optimierung der gesamten Infrastruktur genutzt werden könnten“, sagt Amir Benjamin Balde, Geschäftsführer der Firma, die von ehemaligen Schülern des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Oberhausen gegründet worden ist.

Sensorboxen sammeln auf der Straße Daten

Die drei Abiturienten Simon Deichsel, Paul Dötsch und Amir Benjamin Balde (alle 18 Jahre alt) haben aus ihrer Analyse eine Geschäftsidee entwickelt: Über Sensorboxen werden vor Ort, auf der Straße, Daten gesammelt, die Kommunen für ihre verkehrspolitischen Entscheidungen nutzen können. Die Jung-Unternehmer entwickelten und bauten eine Box, die mehrere Sensoren kombiniert und eine Vielzahl von Daten automatisch in eine Cloud sendet. Anschließend werden diese Daten mit der eigens entwickelten Geomesh-Software verarbeitet und ausgewertet. Ergebnis: eine effiziente Steuerung von Ampeln, dynamische Verkehrsschilder und sinnvolle Navigations-Empfehlungen. Damit werben die Jungunternehmer.

Mit dieser Idee und den praktischen Umsetzungen ist das Oberhausener Startup eines der fünf besten Geschäftsideen im Wettbewerb „StartupTeens“ in der Kategorie „Industrie&Technologie“. Das Gründer-Trio steht nun im Online-Voting des höchstdotierten Businessplan-Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler in Deutschland und kämpft um den Einzug in das Finale und ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

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