Kommentar

Ein bitterer Verlust eines wichtigen Gesundheitsangebots

WAZ-Redakteur Peter Szymaniak kommentiert die Entscheidung des Katholischen Klinikums Oberhausen (KKO), ein neues Reha-Zentrum lieber außerhalb von Oberhausen zu bauen.

WAZ-Redakteur Peter Szymaniak kommentiert die Entscheidung des Katholischen Klinikums Oberhausen (KKO), ein neues Reha-Zentrum lieber außerhalb von Oberhausen zu bauen.

Foto: Gerd Bertelmann/Gerd Wallhorn

Oberhausen.   In der alternden Oberhausener Gesellschaft wäre ein zentrales Reha-Zentrum in der Stadt von großem Nutzen gewesen. Doch das ist nun gescheitert.

Jahrelang ist das Projekt auf dem Gelände des früheren Osterfelder Hallenbades nicht vorangekommen, das bereits vor gut fünf Jahren abgerissen wurde. Das Katholische Klinikum (KKO) lässt nun kein Reha-Zentrum in Osterfeld bauen, sondern geht lieber in Nachbarstädte, um dort eine größere Einrichtung bauen zu lassen.

Das ist sehr bedauerlich, denn angesichts der zunehmend älteren Bevölkerung in Oberhausen wäre ein Reha-Zentrum vor Ort ein guter Baustein der Hilfe zur Selbsthilfe gewesen. Wer immer an diesem plötzlichen Sinneswandel der KKO-Spitze schuld hat – für die Stadt sollte dieser Abgesang eines großen Investitionsprojekts ein Warnschuss sein. Noch liegen Pläne vor, in der Nähe des Marienhospitals Wohnungen, eine Kita und ein Ärzte-Zentrum mit Gesundheitsdienstleistern zu errichten. Jetzt heißt es: Ärmel hochkrempeln und diese Investitionen zügig verwirklichen.

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