Tierpark Kaisergarten

Ein Dankeschön an die Tierpaten in Oberhausen

Am Tag der Paten im Tiergehege im Kaisergarten machten sich Beschäftigte des Tiergehege-Teams mit Gruppen von Paten auf den Weg zu ihren Patentieren, hier zu den Ziegen.

Am Tag der Paten im Tiergehege im Kaisergarten machten sich Beschäftigte des Tiergehege-Teams mit Gruppen von Paten auf den Weg zu ihren Patentieren, hier zu den Ziegen.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  400 Tierpaten gibt es für die Bewohner im Kaisergarten. Pünktlich zum Tag der Paten am Samstag wurden sie Zeugen einer rührenden Rückkehr.

Die beiden Hängebauchschweine im Tiergehege im Kaisergarten nahmen es wie immer gelassen, dass am Samstag wieder viele menschliche Augen auf sie gerichtet waren und vor allem kleine menschliche Hände ihnen eine Streicheleinheit verpassen wollten. Dabei war der Besuch dort an diesem Tag besonders groß, denn das Tiergehege hatte seine Tierpaten zum jährlichen „Tag des Paten“ eingeladen. Den veranstaltet das Tiergehege in jedem Jahr als Dankeschön für die Patenschaften. Denn die damit verbundenen Spenden von rund 20.000 Euro ermöglichen es, den Bewohnern des Kaisergartens über die artgerechte Haltung hinaus das Leben dort angenehmer zu machen.

Nützliche zusätzliche Anschaffungen

„Wir haben in diesem Jahr die Zwergziegenanlage umgebaut und vergrößert“, erläuterte Anette Perrey, die Leiterin des Tiergeheges. Dafür sei zwar größtenteils der Förderverein aufgekommen. Aus den Spenden der Tierpaten seien aber zusätzliche Schaukeln und besondere Futternäpfe angeschafft worden. „Alles, was in Richtung Tierkomfort geht, finanzieren wir aus den Spenden“, sagte die Biologin. Zum Beispiel in diesem Jahr Hütten und zusätzliche Unterschlüpfe für die Zwiesel, Spielsachen für die Wellensittiche sowie Scheuerbürsten für Esel und Pferde.

Die Resonanz auf die Einladung war groß. Rund 250 Gäste waren gekommen, darunter die Tierpaten und ihre Begleitung. Zum Beispiel Andrea Vorgang-Glück aus Duisburg mit ihrer Tochter Alina (8). „Ich bin schon als Kind gern hier gewesen“, berichtete die Mutter. Die erste Patenschaft gewann sie bei der Ostertombola und sie galt den beiden Ottern Pip und Pop. Im Jahr danach galt sie einem Steinbock, anschließend den Meerschweinchen, in diesem Jahr Eselin Flicka. „Im nächsten Jahr möchte Alina die Patenschaft für die Schnee-Eule Hermine haben“, fuhr die Duisburgerin fort. Etwa acht Mal im Jahr schaut sie mit ihrer Tochter im Tiergehege vorbei.

Patenschaft gilt für zwölf Monate

Denn die Patenschaften werden auch für zwölf Monate vergeben. „Wir haben verschiedene Arten von Patenschaften“, erläuterte Anette Perrey: Kinderpatenschaften als Geschenke wie im Fall von Alina, solche für ein bestimmtes Tier über die gesamte Lebenszeit im Tiergehege oder jedes Jahr für ein anderes Tier. Daneben gibt es noch Institutionen als Paten, nämlich Schulen oder Kitas oder Seniorenheime. Diese Paten waren am Samstag aber nicht eingeladen. „Für sie veranstalten wir besondere Gruppenführungen“, erklärte die Leiterin des Geheges.

30 bis 100 Euro kostet eine Patenschaft im Kaisergarten. Die Höhe ist nach Angaben von Perrey abhängig von der Seltenheit des Tieres und dem Aufwand für seine Haltung. Über mangelnden Zuspruch kann sie nicht klagen, im Gegenteil. „Wir haben heute rund 400 Paten, etwa 50 mehr als 2018.“ Ein stattlicher Zuwachs. Um damit eine besondere Verbundenheit mit den zwei- und vierbeinigen Bewohnern zu bewirken, machten sich Mitglieder des Tiergehege-Teams mit kleinen Gruppen von Paten auf den Weg zu ihren Schützlingen. Außerdem gab es für sie im Hof des Bauernhauses kostenlos Waffeln und Pommes. Nur Begleiter der Paten bezahlten Eintritt.

Insekten als Schwerpunktthema

Das Schwerpunktthema waren in diesem Jahr die Insekten. Anette Perrey berichtete, dass die Kinder des Kid-Clubs der Naturerlebnisschule den Paten gezeigt hätten, wie man ein Insektenhotel baut. Die Besucherkinder konnten es ihnen dann nachmachen. Alina sah man später dabei, wie sie kleine Blumentöpfe bunt bemalte. Ihr Inneres richtete sie anschließend als „Ohrwurm-Haus“ für den Aufenthalt der Krabbeltiere her.

Vor dem Bauernhaus vermischten sich die Paten mit den anderen Besucherinnen und Besuchern des Tiergeheges. Schließlich war es dem flauschigen Seidenhuhn-Nachwuchs egal, wer da seine Arme durch den Zaun streckte und nach ihrem Gefieder langte. Ponyreiten wurde gegen Bezahlung angeboten. Der Förderverein informierte über seine Arbeit. In gegenläufiger Richtung ließen zwei Mädchen dort zwei Münzen in einen riesigen Trichter laufen. Ein Glücksrad drehte sich. Besonders schön gestaltete Ohrwurm-Häuser hingen zum Kauf aus. Aber davon nahmen die beiden Hängebauchschweine keine Notiz. Pünktlich zum Tag der Paten waren übrigens auch die Wollschweine aus ihrem Exil zurückgekehrt – zur großen Freude der Besucher – samt ihrem knuddeligen Nachwuchs.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben