Anti-Mobbing

Ein Zeichen gegen Mobbing und Gewalt in Oberhausen setzen

Zur Eröffnung seines neusten Mobbing-Stützpunktes kam Carsten Stahl (r.) zu Mike Kaul in die Fight Residenz.

Zur Eröffnung seines neusten Mobbing-Stützpunktes kam Carsten Stahl (r.) zu Mike Kaul in die Fight Residenz.

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Zur Eröffnung seines neusten Mobbing-Stützpunktes kam TV-Star Carsten Stahl zur Fight Residenz von Inhaber und Kampfsporttrainer Mike Kaul.

Seit vier Jahren ist der ehemalige TV-Star Carsten Stahl mit seinem Projekt „Stoppt Mobbing“ deutschlandweit unterwegs, um Schüler, Lehrer und Eltern aufzuklären. Da er jedoch, wie er selbst sagt, nicht überall sein kann, ist er auf Unterstützung angewiesen. So wie von Mike Kaul, der als Inhaber der Fight Residenz einen Stützpunkt für den Kampf gegen Mobbing eröffnet hat. Zur Einweihung kam Carsten Stahl nun nach Oberhausen.

Und mit seiner schonungslosen Offenheit erreichte er an diesem Nachmittag nicht nur die zahlreichen Kinder und Jugendliche, sondern eben auch die Erwachsenen. „Wenn es um das Thema Mobbing geht, machen viele die drei Affen: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Doch so zerstört man Leben“ erklärt der Berliner.

Selbst ein Mobbing-Opfer

Er selbst war während seiner Schulzeit Opfer von Gewalt geworden. Als auch sein Sohn kurz nach seiner Einschulung von älteren Kindern angegriffen wurde, wollte Stahl unbedingt ein Zeichen setzen. „Man will seine Kinder beschützen. Aber wenn sie das eigene Heim verlassen, sind sie Gefahren ausgesetzt. Genau diese will ich mit den Kindern besprechen.“

Dabei hat er mittlerweile vor rund 32 000 Schülern gesprochen. Dabei haben die Auswirkungen des Mobbings laut Stahl vor allem durch das Internet eine „völlig neue Dimension erreicht.“

Nun soll in Oberhausen Mike Kaul, der bereits zuvor mit seinem eigenen Projekt „Save the People“ Grundschulen zur Anti-Mobbing-Vorbeugung besuchte, diesen Weg mit gehen. Eine Aufgabe, auf die sich der 32-jährige Kampfsporttrainer sehr freut. „Ich kenne Mobbingfälle aus meiner eigenen Kindheit und weiß genau, welche seelischen Wunden das hinter lassen kann.“

Carsten Stahl ist dankbar für den neuen Standort in Oberhausen, nicht allein wegen der hohen Nachfrage. „Nach Fernsehauftritten kriege ich bis 1000 E-Mails von Betroffenen. Das zeigt, dass Mobbing viele Menschen tagtäglich beschäftigt.“

Wenn es darum geht, mehr Toleranz zu schaffen, sind sich Carsten Stahl und Mike Kaul auf jeden Fall einig, worauf es ankommt: „Es muss das Herz angesprochen werden.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben