Kinderfilmtage

Eine Woche pralles Kinoprogramm für Kinder in Oberhausen

Das Programm für die 34. Kinderfilmtage präsentierten in der Lichtburg in Oberhausen (v.li.) Sabine Bergforth, Nina Heise, Barney Hanenberg und Petra Rockenfeller.

Foto: Kerstin Bögeholz

Das Programm für die 34. Kinderfilmtage präsentierten in der Lichtburg in Oberhausen (v.li.) Sabine Bergforth, Nina Heise, Barney Hanenberg und Petra Rockenfeller. Foto: Kerstin Bögeholz

oberhausen.   In Essen, Oberhausen und Mülheim werden die 34. Kinderfilmtage gezeigt. In Oberhausen gibt es zwölf Filme zu sehen.

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Barney Hanenberg sitzt in einem Büro des Lichtburg Filmpalastes und berichtet von einer Erfolgsgeschichte, die am kommenden Sonntag weiter erzählt wird. Am 8. Oktober beginnen die 34. Kinderfilmtage im Revier. In Essen, Mülheim und Oberhausen. 15 Filme sind im Programm.

Barney Hanenberg, Mitarbeiter des Jugendamtes und Organisator der Kinderfilmtage in Oberhausen, schildert, wie es bald wieder von Kindern vor der Lichtburg wimmeln wird, wie die Kinderstimmen weithin hörbar sein werden. „2500 bis 3000 Kinder sind in jedem Jahr dabei“, sagt Hanenberg. Dabei hätten sie einst mit mageren zwei Schulklassen – damals noch im Casablanca an der Nohlstraße – angefangen.

Erfolg mit Hartnäckigkeit

Den Erfolg führt Kino-Chefin Petra Rockenfeller auf Hartnäckigkeit zurück. Die Kinderfilmtage sind für sie jetzt die intensivste Zeit, in der die vielfältigsten Filme für den Nachwuchs gezeigt werden.

In diesem Jahr wird die Vielfalt noch durch Internationalität ergänzt. „Wir haben zwei Besonderheiten im Programm“, sagt Hanenberg. Zusammen mit dem Kulturrucksack Oberhausen wird der Film „Nicht ohne uns“ gezeigt. Regisseurin Sigrid Klausmann-Settler hat Kinder in 16 Ländern gefilmt. „Porträtiert werden Kinder, ihre Welt und welche Erwartungen sie an das Leben haben“, sagt Hanenberg. Der Film gehöre zu einem Projekt, in dessen Verlauf 190 solcher Porträts entstehen sollen. Wenn „Nicht ohne uns“ am Donnerstag, 12. Oktober, um 8.30 Uhr gezeigt wird, wird auch die Regisseurin dabei sein. Sabine Bergforth, die sich beim Kulturbüro auch um das NRW-Projekt Kulturrucksack kümmert, sagt: „Wir haben uns ausnahmsweise an Schulen gerichtet.“ Denn normalerweise zeigen sie Kindern Kultur gerade außerhalb der Schule.

„Missing Movies“ sind Filme ohne Sprache

„Unsere zweite Besonderheit sind die „Missing Movies“, das sind mehrere Kurzfilme, alle ohne Sprache“, stellt Nina Heise, die Kulturpädagogin des Kinos, vor. Eigentlich seien diese Filme für Flüchtlingskinder gemacht worden. „Aber wir verfolgen einen integrativen Ansatz und zeigen den Film allen möglichen Kindern“, sagt Nina Heise.

Zur Eröffnung wird am Sonntag um 11 Uhr „Die Pfefferkörner und der Fluch des schwarzen Königs“ gezeigt. Um 10 Uhr beginnt bereits ein Spiel- und Spaßprogramm rund um den Film. Der Favorit bei den Buchungen ist bislang „Hilfe unser Lehrer ist ein Frosch“, ein Film aus den Niederlanden. Für ganz Kleine gibt es die „Häschenschule“. Und von wegen Vielfalt und Internationalität: Sogar ein Film aus Lettland ist dabei. Der Titel „Der Geheimbund von Suppenstadt“.

>>>>>>>>> Anmeldungen sind noch möglich

Bei den Filmfestspielen wird von einer Jury aus Erwachsenen auch ein Kind für die beste schauspielerische Leistung ausgewählt. Kinder suchen sich einen Film aus, der ihnen am besten gefällt.

Die Preisverleihung ist am 15. Oktober in der Lichtburg in Essen. Einlass ist um 12 Uhr, Beginn um 13 Uhr. Interessierte Schulen können sich auch jetzt noch zu den Kinderfilmtagen anmelden, 0208 - 824 290.

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