Schulvorbereitung

Eltern können helfen, ihre Kinder schulfit zu machen

Das Raupenrennen macht den Kindern in der Löwenzahn-Kita viel Spaß

Foto: Löwenzahn

Das Raupenrennen macht den Kindern in der Löwenzahn-Kita viel Spaß Foto: Löwenzahn

Oberhausen.   Zwei Experten geben im NRZ-Gespräch Tipps für Eltern zukünftiger i-Dötzchen: Selbstständigkeit fördern und den Kleinen was zutrauen

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Nach den Sommerferien steht für rund 1750 Kinder an Oberhausener Grundschulen die Einschulung an – ein großer Schritt im Leben jedes Kindes, der einige Veränderungen mit sich bringt. Bereits vor dem ersten Schultag können Eltern ihre künftigen i-Dötzchen darauf vorbereiten. Die NRZ fragte zwei Experten danach.

Beim Spielen viel sprechen

Ganz wichtig sei die Sprachförderung zuhause, sind sich der Leiter und Geschäftsführer der vier Löwenzahn-Kitas, Dirk Rubin, und der Grundschulleiter der benachbarten Alsfeldschule Georg Reuschenbach, einig. Das gehe besonders gut, in dem Eltern Kindern etwas vorlesen oder mit ihnen Gesellschaftsspiele spielen, bei denen miteinander gesprochen wird – und natürlich beim gemeinsamen Essen.

Wichtig sei auch, die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein von Kindern zu fördern. Dazu lasse man in der Kita zum Beispiel Kinder ab und an selbst entscheiden, wie sie etwas machen möchten. Eltern können ihre Kinder laut Georg Reuschenbach nach dem Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun“, bei Planungen beraten, beteiligen und in unterschiedlichsten Situationen mitnehmen. Dann sind Kinder in der Lage, Dinge eigenständig zu machen – wie Gespräche mit Erzieherinnen oder Lehrern über ihre eigenen Belange zu führen. Eltern sollten ihren Kindern etwas zutrauen, so Dirk Rubin. Dann kämen sie gut durch.

Als dritten Punkt nannten beide Leiter viel Bewegung – in Sportvereinen, im Wald oder im eigenen Garten. Auch miteinander aktiv zu sein wie beim gemeinsamen Schwimmen, sei gut, um Kinder zu fördern. Bewegung sei auch für die Motorik wichtig, betonte Georg Reuschenbach. Und die Motorik habe auch Auswirkungen aufs Lernen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Bewegungsförderung und die Ausbildung der Motorik sich beim Kind auch positiv auf das schulische Lernen auswirken. Kinder, die malen und basteln, tun damit auch etwas für ihre Feinmotorik.

Stärken und Schwächen der Kinder zu akzeptieren und damit richtig umzugehen: Auch das raten die Experten. Georg Reuschenbach ist es ein wichtiges Anliegen, dass Kinder nicht unter Druck gesetzt werden. Eltern sollten ihre Kinder für die Dinge loben, die sie gut machen.

Training nebenbei im alltäglichen Leben

Kinder fördern, das könne auch ganz nebenbei im alltäglichen Leben erfolgen: Dazu zählt etwa das eigenständige Anziehen, das Üben von Schleifenbinden, den Tisch mit eindecken oder die Spülmaschine zu befüllen und auszuräumen. Ein Aspekt dabei ist auch, Ordnung zu üben.

Eltern sollten darauf achten, ihren Kindern zu vermitteln, dass Regeln zu beachten sind, zum Beispiel Spielsachen im Kinderzimmer aufzuräumen.

Und – ganz wichtig – möglichst viel Zeit mit seinen Kindern verbringen. Dirk Rubin: „Wir alle wissen, Kinder kosten Zeit.“ Eltern seien durchaus gefragt, eine KTE könne nicht alles übernehmen. „Ich bin dann mal weg, ihr macht das schon, geht nicht“, betont der Löwenzahn-Geschäftsführer.

>>> Info: Zusammenarbeit zwischen Kita und Schule

Die Kita Löwenzahn und die Alsfeldschule arbeiten eng und intensiv zusammen – unter anderem bei einer Reihe verschiedener Projekte, die der Förderung der Kinder dienen und eine Verbindung zur Schule schaffen. So lesen beispielsweise Viertklässler den aktuellen und anstehenden Vorschulkindern in Kleingruppen etwas vor, und der Kindergarten stimmt seine Kinder bereits auf das Breakdance-Projekt der Schule ein. Zudem vermittelt der Kindergarten in den Fächern Mathematik und Sprachen auf spielerische Art und Weise erste Aspekte, was ebenfalls für die Einschulung nützlich ist.

In der Alsfeldschule – wie an anderen Grundschulen auch – findet aktuell vor der Einschulung eine so genannte Schnupperschule statt. Dabei befassen sich die zukünftigen Erstklässler mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Lehrer lernen so ihre neuen Schüler vorab kennen und Eltern erhalten noch Hinweise zur Förderung ihrer Kinder. Und die i-Dötzchen lernen so auch ihren zukünftigen „Lernort“ kennen. Eltern können währenddessen noch anstehende Fragen klären und relevante Informationen einholen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik