Drogenverkäufer

Fast neun Jahre Haft für Kokainverkauf in Oberhausen

Weiß wie Schnee sieht Kokain aus. Die Droge hat die Bande in Oberhausen verkauft. Hier ein Archivbild eines anderen Falles.

Weiß wie Schnee sieht Kokain aus. Die Droge hat die Bande in Oberhausen verkauft. Hier ein Archivbild eines anderen Falles.

Foto: Daniel Reinhardt / picture alliance/dpa

Oberhausen.   Sie vertickten im Raum Oberhausen Kokain und Heroin – und schwiegen sich lange vor Gericht aus. Doch die Drogenhändler wurden nun verurteilt.

Ein sehr langer und zähflüssiger Prozess gegen sieben Mitglieder einer Bande von Drogenhändlern ist nun mit deutlichen Urteilen zu Ende gegangen. Die Täter haben zwischen Anfang 2016 und Januar 2017 im Raum Oberhausen Kokain und Heroin an zahlreiche Abnehmer verkauft – die Gerichtsverhandlung begann bereits im Januar 2018. Nach 70 Verhandlungstagen sprachen die Richter des Duisburger Landgerichts am Donnerstag die Urteile gegen die letzten drei Angeklagten.

Drei Kilo Kokain und anderthalb Kilo Heroin

Insgesamt ging es um rund drei Kilo Kokain und anderthalb Kilo Heroin, die vom Hauptangeklagten aus den Niederlanden nach Deutschland geschmuggelt worden waren. In kleinen Mengen zwischen 0,5 und 2,5 Gramm wurden sie von Läufern an zahlreiche Abnehmer verkauft. Die Anklageschrift listete Hunderte solcher Fälle auf. Das Verfahren nahm einen zähen Verlauf, weil die Angeklagten zunächst außer ihren Namen überhaupt nichts offenbaren wollten.

Aufnahmen von Telefongesprächen vorgespielt

Viele Verhandlungstage lang wurden deshalb Aufnahmen von Telefongesprächen im Gerichtssaal vorgespielt. Die Polizei hatte die Bande zuletzt bei ihren Aktivitäten überwacht. Die Kammer hatte keinen Zweifel daran, dass die richtigen Männer auf der Anklagebank saßen. Ein 31-jähriger Duisburger wurde wegen bewaffneten Handeltreibens zu acht Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Ein 21-jähriger Duisburger muss eine Jugendstrafe von dreieinhalb Jahren absitzen, ein 31-jähriger Mann aus Hagen wurde zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Die Verfahren gegen vier der ursprünglich sieben Angeklagten waren bereits zwischen Januar und Mai dieses Jahres abgetrennt und durch Urteile beendet worden.

Weitere Strafen zwischen viereinhalb Jahren Haft und zwei Jahren mit Bewährung

Die Strafen für drei 23 bis 50 Jahre alte Männer aus Duisburg, Düsseldorf und Hagen lagen zwischen viereinhalb Jahren Haft und zwei Jahren mit Bewährung. Ein 23-jähriger Duisburger, der noch Heranwachsender war und nur eine untergeordnete Rolle gespielt hatte, wurde zu vier Wochen Jugendarrest verurteilt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben