Extra 3

Fernsehdeutschland lacht über „helle Leuchten“ in Oberhausen

Eine Straßenlaterne versperrt den Veilchenweg in Oberhausen: Wer hier mit einem Kinderwagen oder Rollator unterwegs ist, hat es schwer.

Eine Straßenlaterne versperrt den Veilchenweg in Oberhausen: Wer hier mit einem Kinderwagen oder Rollator unterwegs ist, hat es schwer.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Die Satiresendung Extra 3 amüsiert sich über neue Straßenlaternen in Oberhausen. Was steckt hinter dem „realen Irrsinn“ am Veilchenweg?

Die NDR-Satiresendung Extra 3 widmet ihre wöchentliche Rubrik „Realer Irrsinn“ aktuell einem kuriosen Fall in Oberhausen. Nach einem Bericht unserer Redaktion über die neuen Straßenlaternen am Veilchenweg nimmt sich nun auch das Fernsehteam der Laternen-Posse an. Wie berichtet hat die Oberhausener Energieversorgung (EVO) vier neue Laternen installiert – leider mitten auf dem Gehweg. Mit einem Kinderwagen oder dem Rollator kommt man nicht daran vorbei.

Mit einer süffisant klingenden Melodie untermalt schwenkt die Kamera über die beschauliche Straße in Lirich. Sympathische Anwohner stehen auf dem Gehweg. Doch schnell richtet sich der Blick auf das Malheur. Mit belustigend sarkastischem Unterton spricht eine Moderatorin aus dem Off: „Nach nur 30 Jahren haben die örtlichen Elektrizitätswerke keine Kosten und Mühen gescheut und die alte Laterne ersetzt. Und zudem drei weitere spendiert. Nun stehen alle mitten auf dem Gehweg.“

Extra 3 lässt EVO zu Wort kommen

Tatsächlich hatte es auf der Straße jahrzehntelang eine Laterne gegeben, die den Weg versperrt. Die Anwohner hatten gehofft, dass mit der neuen Laterne nun Abhilfe geschaffen würde. Doch Pustekuchen: Auch die neuen Lampen stehen mitten auf dem Gehweg. Die EVO begründet den ungünstigen Standort mit der Masse an Leitungen, die unter der Erde lägen.

Doch die offizielle Antwort der EVO an Extra 3 für die Sendung am 15. Oktober macht es noch lustiger für die Zuschauer – und noch ärgerlicher für die Anwohner: „Aufgrund von Anwohnerwünschen haben wir im Rahmen des Projekts ,Oberhausen soll heller und sicherer werden’ Abhilfe geschaffen.“ Schnitt und Schwenk auf eine Anwohnerin mit Rollator, die nicht an der Laterne vorbei kommt und auf die Straße wechseln muss. Vorsicht Bus! Säuselnd aus dem Off: „Endlich ist es heller und soooo viel sicherer.“

Die EVO prüft nun „die Gehwege beiderseitig abzusenken, um ein barrierefreies Wechseln der Straßenseite möglich zu machen“. Bei Extra 3 interpretiert man die Maßnahme so: „Stehen die Lampen im Weg, versetzt man nicht die Lampen, sondern den Weg. Auf die andere Straßenseite. Helle Leuchten, da in Oberhausen.“

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