Bombenfund

Fliegerbombe in Oberhausen-Osterfeld ist entschärft worden

Die englische Fünf-Zentner-Bombe (Symbolbild) war auf dem Gelände des früheren HDO in Osterfeld gefunden worden.

Foto: dpa

Die englische Fünf-Zentner-Bombe (Symbolbild) war auf dem Gelände des früheren HDO in Osterfeld gefunden worden. Foto: dpa

Oberhausen.  Eine am vergangenen Donnerstag in Oberhausen-Osterfeld entdeckte Weltkriegsbombe ist am Montag entschärft worden. 1800 Anwohner waren betroffen.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung hat am Montagnachmittag eine an der Vestischen Straße in Oberhausen-Osterfeld gefundene englische Fünf-Zentner-Fliegerbombe entschärft. Sprengmeister Frank Stommel benötigte dafür 34 Minuten. Für die Entschärfung mussten rund 1800 Menschen im Umkreis von 250 Metern rund um den Fundort der Bombe ihre Wohnungen verlassen. Die Evakuierungsmaßnahmen verliefen nach Angaben der Stadt planmäßig. Aus dem Alten- und Pflegeheim Bischof-Ketteler-Haus wurden 130 Bewohner von Rettungskräften in andere Einrichtungen transportiert, 23 dieser Fahrten erfolgten mit bettlägerigen Patieten. Die eigentliche Entschärfung begann gegen 15.20 Uhr. Sie hatte sich um rund 20 Minuten verzögert, weil Schaulustige zuvor noch aus dem Sicherheitskreis gebracht werden mussten. Außerdem hatten sich einige Anwohner geweigert, ihre Wohnungen zu verlassen.

Anwohner, die ihre Wohnungen verlassen mussten, konnten während der Entschärfung im Gemeindesaal St. Pankratius (Nürnberger Straße 6) oder in der evangelischen Auferstehungskirche (Kapellenstraße 26) unterkommen.

Folgende Straße wurden ab 14.30 Uhr bis zum Ende der Entschärfung gesperrt:

  • Rheinische Straße ab Bottroper Straße
  • Bergstraße ab Jacob-Plum-Straße
  • Kampstraße ab Michelstraße
  • Vestische Straße ab Kapellenstraße

Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war am Donnerstag entdeckt worden, als die Oberhausener Feuerwehr parallel im Großeinsatz gegen eine Säure-Wolke über dem Stadtgebiet war. Obwohl die Bezirksregierung seit Anfang 2014 die Städte verpflichtet hat, solche Weltkriegsbomben zeitnah zu entschärfen, wurde das Vorhaben angesichts des Großeinsatzes ausnahmsweise verschoben. Der Blindgänger war zuvor entsprechend gesichert worden. Er war bei Arbeiten nahe des früheren „High Definition Oberhausen“-Gebäudes gefunden worden, das derzeit zu einem Ausbildungszentrum der Bauindustrie umgebaut wird. Die Anwohner, Betriebe und Einrichtungen aus dem inneren Kreis sind nach Angaben der Stadt bereits seit dem vergangenen Samstag mit Handzetteln auf die bevorstehende Entschärfung aufmerksam gemacht.

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