Medizin

Forscherteam sucht Teilnehmer für eine Studie zu Demenz

    Ein Teilnehmer der Studie beim  Training auf dem so genannten „Speed Court“ in Duisburg.

    Ein Teilnehmer der Studie beim Training auf dem so genannten „Speed Court“ in Duisburg.

Foto: GHL

Oberhausen.   Wissenschaftler möchten herausfinden, ob sich die Entwicklung oder Verschlimmerung von Demenz hinauszögern lässt. Teilnehmer für Studie gesucht.

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Auch, wenn Demenz nicht heilbar ist: Ihr Verlauf lässt sich aber möglicherweise durch eine Kombination aus Bewegung und Gedächtnistraining verlangsamen oder abschwächen. Dieser Vermutung gehen Forscher des Projekts „Go4cognition“ nach. Ein fächerübergreifendes Team aus Spezialisten, darunter Ärzte, Neuropsychologen und Sportwissenschaftler, arbeitet derzeit an einer Studie zu diesem Thema. Dazu suchen sie Teilnehmer ab 65 Jahren, bei denen noch keine Demenzdiagnose vorliegt, sondern erst eine Vorstufe: „Die Eignung wird anhand von neurologischen Untersuchungen in Gesprächen ermittelt. Körperlich sollten die Teilnehmer fit genug sein, um sich für etwa eine halbe Stunde ohne Gehhilfen auf den Beinen halten zu können“, erklärt Bettina Kraft, Quartiersentwicklerin im Sterkrader Seniorenzentrum Gute Hoffnung, das an dem Forschungsprojekt beteiligt ist. Bei der insgesamt dreijährigen Studie sind auch die Berufsgenossenschafts-Klinik Duisburg und die Ruhruni Bochum mit dabei.

Bewegung und Gedächtnistraining

„Ziel des Projekts ist es, mit einer Kombination von Bewegung und Anforderungen an das Gedächtnis den Verlust der geistigen Fähigkeiten zu verlangsamen“, sagt Prof. Dr. Boris Suchan von der Klinischen Neuropsychologie der Uni Bochum.

Wer teilnehmen möchte, sollte acht Wochen lang Zeit haben, um – nach Vorgesprächen und Eingangstests – sechs Wochen lang je zwei Mal wöchentlich maximal drei Stunden (inklusive Fahrt zum Trainingszentrum in Duisburg) zur Verfügung stehen zu können. Eine Vergleichsgruppe wird in Sterkrade ein Bewegungsprogramm ohne Gedächtnistraining durchlaufen. Dafür ist der Zeitaufwand entsprechend geringer. Über die Gruppen-Zuordnung entscheidet das Los.

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