Weltgebetstag

Frauen in Oberhausen beten für die Bewahrung der Schöpfung

Viel Resonanz fand der Weltgebetstag der Frauen im evangelischen Gemeindezentrum Bermensfeld. Foto:Gerd Wallhorn

Viel Resonanz fand der Weltgebetstag der Frauen im evangelischen Gemeindezentrum Bermensfeld. Foto:Gerd Wallhorn

OBERHAUSEN.   Weltweite Gottesdienste stellten diesmal die Lebensgeschichte von Frauen aus Surinam in den Blickpunkt.

„Gottes Schöpfung ist sehr gut“ – das hatten die Frauen aus Surinam als Motto des diesjährigen Weltgebetstags ausgewählt. In rund 120 Ländern wurden entsprechende Gottesdienste veranstaltet, deren Hauptanliegen die Bewahrung der Schöpfung war. Durch die verschiedenen Zeitzonen wurde der Weltgebetstag insgesamt 24 Stunden gefeiert.

Auch in Oberhausen fanden sich evangelische und katholische Gemeinden zu gemeinsamen Gottesdiensten zusammen, um das Motto des Weltgebetstags mit den Geschichten über das Leben der Frauen in Surinam und den von ihnen ausgesuchten Texten und Liedern zu vertiefen.

Surinam ist das kleinste Land Südamerikas und hieß früher Niederländisch-Guayana. Seine Bevölkerung stammt von drei verschiedenen Kontinenten; es werden 20 unterschiedliche Sprachen gesprochen, und doch leben die Menschen der unterschiedlichen Volksgruppen und Religionen friedlich miteinander.

Kollekte unterstützt Projekte vor Ort

Surinam hat 13 Naturschutzgebiete und fast 90 Prozent des Landes bestehen aus Regenwald mit einer ungeheuren Vielzahl von Baum-, Blumen- und Vogelarten. Diese unvergleichliche Natur, diese Schöpfung Gottes sehen die Frauen als gefährdet an und mahnen mit ihren Texten, sie zu bewahren. Im evangelischen Gemeindezentrum Bermensfeld gestalteten die Frauen meinsam mit Frauen der katholischen Gemeinde Heilig Geist den Weltgebetstag mit anschließendem Beisammensein.

Die Lebensgeschichte einiger surinamesischer Frauen gab einen Einblick in ihr Leben und die Probleme, mit denen sie tagtäglich zu kämpfen haben; aber auch ihre Sorge um die Zerstörung ihrer Umwelt und deren Folgen kam zum Ausdruck.

„Wir dürfen die Augen nicht mehr davor verschließen, dass Wirtschaftswachstum um jeden Preis und Konsumdenken die Zukunft der Erde für viele Generationen gefährden“, hieß es. Nicht nur um die Natur, auch um die junge Generation sorgen sich die Frauen aus Surinam. Die Kollekte des Weltgebetstags ist bestimmt für die Surinam-Projekte für Frauen und Mädchen.

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