STADTENTWICKLUNG

Freie Flächen passgenau für jede Generation in Osterfeld

So schön der Olgapark bis heute ist, an einigen Stellen ist er auch sanierungsbedürfig.

Foto: Tom Thöne

So schön der Olgapark bis heute ist, an einigen Stellen ist er auch sanierungsbedürfig. Foto: Tom Thöne

OBERHAUSEN.  Vom Schulhof der Erich-Kästner-Schule bis zum Olga-Park sollen altersgerechte Angebote entstehen. An geeigneten Flächen mangelt es nicht.

An Freiflächen mangelt es im Stadtbezirk zwar nicht. Aber sie sind nicht gut miteinander verbunden, bilden teils sogar Barrieren im Stadtbild. Und sie sind nicht gleichermaßen für alle Generationen in­teressant. An diesen Schwachpunkten setzt das Freiraum-Entwicklungskonzept an, das Thema in der Bezirksvertretung war.

Schon Förderanträge gestellt

Zehn Freiräume haben die Planer in Osterfeld ermittelt. In drei Veranstaltungen haben sie mit Bürgern beraten, was verbessert werden könnte. Für zwei von ihnen, den Schulhof der Erich-Kästner-Schule und den Spielplatz an der Ziegelstraße, wurden bereits beim Land Förderanträge gestellt, damit schon 2018 mit den Arbeiten begonnen werden kann. Beide haben im Programm „Soziale Stadt Osterfeld“ besondere Bedeutung.

Für die Umgebung der Erich-Kästner-Schule an der Rothebuschstraße ergab ein Workshop mit Schülern und Lehrern, dass Kinder und Jugendliche gegensätzliche Ansprüche haben. Deshalb sollen auf dem Schulhof künftig aktive Spielmöglichkeiten von Ruhezonen deutlich getrennt werden.

Auch der Spielplatz an der Ziegelstraße wird saniert und um Angebote für Jugendliche erweitert. Der angrenzende Park wird zum Quartierstreffpunkt ausgebaut. Schattige und sonnige Bereiche werden sich dort ablösen, Wegeverbindungen erweitert und die angrenzenden Kleingärten mit einbezogen. Der Park wird künftig helfen, Starkregen abzufangen, indem das Regenwasser dort versickern kann.

Im Ortszentrum, im Bereich der Vestischen Straße, soll mehr Platz für Linienbusse, Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden. Dazu wird zwischen Bahnhof und Marktplatz eine Fahrradstraße geplant. Weitere Bäume könnten künftiger Überhitzung entgegenwirken.

Auch die beiden größten Parkanlagen, Olga-Park und Revierpark Vonderort, werden umgestaltet. Im Olga-Park soll es künftig vom Kleinkind bis zum Senior Aufenthaltsbereiche geben. Der Rutschenturm wird erneuert. Mehr Bäume sollen Schatten spenden. Grillhütten und eine Boulebahn sind zwei der Neue­rungen. Auch dafür gilt, dass die Fläche künftig besser barrierefrei erreichbar sein und an Wege wie die Flachglastrasse nach Bottrop angebunden wird. Auch dort soll Regenwasser zurückgehalten werden und mehr Frischluft entstehen können.

Den Revierpark so auszurichten, ist Aufgabe des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Er ist dank Größe und Bewaldung wichtiger Ausgleichsraum für ein erträgliches Klima in heißen Sommern. Sein Spielplatz wird um einen Seil-Parcours für Kinder erweitert, der Wasserspielplatz komplett umgestaltet. Eine Laufstrecke und ein Naturpfad sind geplant. Die Boule-Anlage aus dem nördlichen Teil wird in den Südteil verlagert, wo die Minigolfanlage zurückgebaut wird. Auch der Spielplatz und die Sportplätze im Norden werden aufgegeben. So entsteht Platz für eine Hundefreilauffläche und eine Mountainbike-Anlage.

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