AUTOFAHRER-FRUST

Friesenstraße ist Baustelle: Buschhausen in der Staufalle

Nur in eine Richtung, nämlich nach Buschhausen hinein, fließt der Autoverkehr derzeit auf der viel genutzten Friesenstraße, hier in Höhe Schwabenstraße.

Foto: Zoltan Leskovar

Nur in eine Richtung, nämlich nach Buschhausen hinein, fließt der Autoverkehr derzeit auf der viel genutzten Friesenstraße, hier in Höhe Schwabenstraße. Foto: Zoltan Leskovar

OBERHAUSEN.   Für Buschhausener Autofahrer wird der Weg Richtung Lindnerstraße zur Geduldsprobe. Vor allem die Skagerrakstraße wird jetzt zur Staufalle.

Die Buschhausener rufen um Hilfe. Seitdem mit der Baustelle auf der Friesenstraße diese wichtige Stadtteil-Achse in Fahrtrichtung Süden/Lindnerstraße blockiert ist, herrscht zu manchen Tageszeiten ein riesiges Verkehrs-Chaos im Stadtteil.

Holger Pens hat sich jetzt mit einer ausführlichen E-Mail an Oberbürgermeister Daniel Schranz und Bürgermeisterin Elia Albrecht-Mainz gewandt: Es sei beinahe aussichtslos, in einem akzeptablen Zeitrahmen von Buschhausen-Mitte auf die Autobahn 42 oder an die Lindnerstraße zu gelangen, so der Buschhausener. So könne es nicht noch wochenlang weitergehen. Konkrete Gegenmaßnahmen seien notwendig.

Rundtour durch den Stadtteil

Beim Ortstermin in Buschhausen konnte sich unsere Redaktion selbst ein Bild von der Lage machen. Holger Pens nahm uns sogar in seinem Pkw mit zu einer kleinen Rundtour durch den Stadtteil.

Mit der Friesenstraße fehlt Buschhausen jetzt die wichtigste „Ausfallstraße“ Richtung Süden. Reger Verkehr herrscht zum Beispiel frühmorgens auf der Thüringer Straße und weiter auf der Skagerrakstraße, denn das ist die Hauptausweich-Route und die offizielle Umleitung für die Pkw-Kolonnen in Richtung Lindnerstraße.

Konkreter Vorschlag für besseren Verkehrsfluss

Und dazu hat Holger Pens einen ganz konkreten Vorschlag: An der Kreuzung Skagerrak-/Lindnerstraße sollte eine abknickende Vorfahrtstraße eingerichtet werden, um an diesem sensiblen Punkt im Umleitungsverlauf den Verkehrsfluss zu verbessern. Oft komme es hier zu langen Rückstaus, die mit einer temporären, abknickenden Vorfahrtstraße verhindert bzw. vermindert werden könnten. Diese Maßnahme sollte so lange beibehalten werden, bis die Friesenstraße in einigen Wochen wieder in Richtung Süden freigegeben ist.

Zudem sollten an der Lehmbach-/Brinkstraße die vor rund einer Woche eigens aufgestellten „Anlieger frei“-Schilder verschwinden, damit auch diese Strecke für den Verkehr in Richtung Süden genutzt werden kann, ohne dass die Polizei – wie bereits mehrfach geschehen – Strafzettel an Nicht-Anlieger verteilt, die dort unterwegs sind.

Weitere Strecken blockiert

Die Buschhausener zeigen zugleich Verständnis, dass Baustellen nötig sind. Doch sie fühlen sich in diesem Frühjahr arg gebeutelt, denn mit den Brückenbaustellen am Rhein-Herne-Kanal (an der Ulmenstraße und Ruhrorter Straße) sowie der Sperrung der Autobahn-3-Abfahrt Lirich sind wichtige weitere Verbindungen für den Stadtteil blockiert oder durch Bautätigkeiten arg stauanfällig.

„Fast von der Außenwelt abgeschnitten“

Karin Pens, die Mutter von Holger Pens, schrieb nach einem Gespräch mit Bekannten aus Buschhausen hilfesuchend an unsere Redaktion. Wie sich die Stadtteil-Bewohner derzeit fühlen? Keine Frage für Karin Pens: „Buschhausen ist bereits seit mehreren Wochen fast von der Außenwelt abgeschnitten. Das Ganze kann doch wohl nicht angehen, da sollte sich die Stadtspitze doch vorher einmal Gedanken machen.“

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