Musik-Comedy

Gabor Vosteens Solo für vier bis fünf Flöten im Ebertbad

Haarsträubend? Gabor Vosteens Spiel auf fünf Blockflöten bietet zwar einen schrägen Anblick – klingt aber überraschend virtuos.

Haarsträubend? Gabor Vosteens Spiel auf fünf Blockflöten bietet zwar einen schrägen Anblick – klingt aber überraschend virtuos.

Foto: Karim Khawatmi

Oberhausen.  Die „Fluteman Show“ des virtuosen Blockflötisten vereint am 29. Oktober am Ebertplatz non-verbale Comedy mit Musik von Bach bis Pop.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Von wegen Anfängerinstrument: Die Blockflöte rockt – weiß man spätestens seit den Triumphzügen des Trios „Wildes Holz“. Doch auch Gabor Vosteen kombiniert virtuos Blockflöten-Musik, Poesie und Comedy. Mit seiner „Fluteman Show“ gastiert der Wahlberliner aus Delmenhorst am Dienstag, 29. Oktober, um 20 Uhr im Ebertbad.

Gabor Vosteens „Fluteman Show“ verbindet das Spiel auf dem scheinbar so simplen Instrument mit Clownerie zu einer fantastischen One-Man-Show. Der 37-Jährige hat an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover studiert, bevor er die Zirkusschule in Budapest besuchte. Er selbst erzählt seinen Werdegang wie folgt: „Im Alter von fünf Jahren bin ich am Tag der offenen Tür der Musikschule von einer mutierten Blockflöte gebissen worden. Erst habe ich nichts gespürt, aber nach zwei Stunden hatte ich rote Abdrücke. Ich habe erst gedacht, das käme vom Kontrabass, der auf mich gefallen war. Nach zwei Wochen begann ich zu halluzinieren und sah überall Blockflöten.“

Sprunghaft „von Hausdach zu Hausdach“

Der verwegen fabulierende „Fluteman“ begann demnach plötzlich, virtuos Flöte zu spielen: „Erst heimlich und nur nachts. Um meine Eltern nicht zu wecken, sprang ich von Hausdach zu Hausdach und spielte Musik.“ In seiner Show kombiniert Gabor Vosteen die Flötentöne mit visueller, meist non-verbaler Comedy und demonstriert auf genial-verrückte Art, was man mit einer Blockflöte so alles anstellen kann.

Mit unzähligen Plastikflöten, einer rockigen E-Flöte und der wohl einzigen Leopardenbassflöte der Welt spielt er Bach, Paganini und Pop, aber auch eigene Kompositionen. Dabei bläst der Flötenmann auch schon mal in bis zu fünf Blasinstrumente gleichzeitig – und übertrumpft damit sowohl den alten Jazz-Exzentriker Rahsaan Roland Kirk als auch das „Wilde Holz“.

Karten ab 24 Euro gibt’s im Ebertbad

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben