Razzia

Festnahmen bei Razzia in Oberhausener Asylunterkunft

Ein Großaufgebot der Polizei durchsucht die Flüchtlingsunterkunft an der Weierstraße in Oberhausen. Foto: Rene Anhuth / ANC-NEWS

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Ein Großaufgebot der Polizei durchsucht die Flüchtlingsunterkunft an der Weierstraße in Oberhausen. Foto: Rene Anhuth / ANC-NEWS Foto: Rene Anhuth / ANC-NEWS

Oberhausen.  Großeinsatz der Oberhausener Polizei am Donnerstagmorgen: Beamte durchsuchen eine Asylunterkunft in Sterkrade. Zwei Haftbefehle sind vollstreckt.

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Bei einer Polizei-Razzia in der Asylunterkunft an der Weierstraße in Sterkrade sind 100 Personen kontrolliert worden. Im Laufe der Überprüfungen wurden Menschen vorläufig festgenommen – unter anderem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Aufenthaltsgesetz und wegen Eigentumsdelikten. Gegen zwei Bewohner lagen Haftbefehle vor. Einer klagte über Atemnot und wurde vorsorglich von einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht. Wie viele Leute genau festgenommen wurden, wollte die Polizei noch nicht sagen.

Ein Großaufgebot der Polizei hatte sich am frühen Donnerstagmorgen (12. Oktober) um 6 Uhr an der Flüchtlingsunterkunft Weierstraße in Sterkrade versammelt. Mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei sperrten die Ordnungshüter das Gelände ab. Bei der anschließenden Durchsuchung war auch ein Polizeihund im Einsatz. Bei der Aktion sollte besonders auch die Identität der Bewohner geklärt werden.

Ermittlungen wegen Alltagskriminalität

Auf Nachfrage bestätigte ein Polizei-Sprecher, dass die konzertierte Aktion der „Gefahrenabwehr“ galt, wie es im Polizeijargon heißt. Es gebe entsprechende „polizeiliche Erkenntnisse“, die die Beamten dazu veranlasst hätten. Zu den genauen Details äußerte sich der Sprecher zunächst nicht. Nur so viel: Um eine potenzielle Gefahr um Leib und Leben habe es sich nicht gehandelt, sondern um Ermittlungen wegen Alltagskriminalität.

Zuletzt wurden im April 2016 drei Männer wegen gemeinschaftlichen Diebstahls verurteilt, die in der Asylunterkunft an der Weierstraße in Sterkrade gelebt hatten. Die drei Asylbewerber im Alter von 23, 25 und 28 Jahren wurden zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt war.

Vor der Urteilsverkündung hatten sie bereits drei Monate in Untersuchungshaft verbracht. Bei den Dreien handelt es sich um zwei Marokkaner und einen Algerier, die seit ihrer Einreise einige Monate vor dem Richterspruch in der Flüchtlingsunterkunft an der Weierstraße gewohnt hatten.

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