Kunst

Gemälde und Skulpturen spielen im Altenberg mit dem Licht

Aktuelle Kunst, interessante Blickwinkel: Die Künstler Faustinus Nolte, Karin Kutsch und Christoph Henkel vom ausstellenden Verein im Oberhausener Zentrum Altenberg.

Aktuelle Kunst, interessante Blickwinkel: Die Künstler Faustinus Nolte, Karin Kutsch und Christoph Henkel vom ausstellenden Verein im Oberhausener Zentrum Altenberg.

Foto: Jörg Schimmel

Oberhausen.   Der Verein für aktuelle Kunst lädt zur Ausstellung nach Oberhausen ein. Es geht um Werke von Karin Kutsch, Werner Windisch und Faustinus Nolte.

Die Sonne erfreut Spaziergänger — aber auch die Kunstinteressierten im Zentrum Altenberg. Der Verein für aktuelle Kunst im Ruhrgebiet zeigt vom Sonntag, 19. Mai, bis zum Sonntag, 23. Juni, die Werke von Karin Kutsch, Werner Windisch und Faustinus Nolte. Eine interessante Gemeinschaftsproduktion, die im Atelier an der Hansastraße keine krassen Grenzen zieht, sondern vom Zusammenspiel lebt.

Dazu zählt eben auch das Licht, wie der Vorsitzende des Kunstvereins, Christoph Henkel, erläutert. „Wir nennen das Licht in unseren Räumen gerne den vierten Mitspieler.“ Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1908 und gehörte einst zur alten Zinkfabrik. Das für Licht durchlässige Dach sorgt schließlich für die Magie des Raumes.

Die Malerei und Skulpturen wirken durch den Einfluss von Hell und Dunkel jeweils verschieden. Der Besuch der Ausstellung kann sich bei wechselndem Wetter also gleich mehrfach lohnen.

Feinste Detailarbeit

Warum das so ist, erkennen auch Laien bei einem Streifzug durch die Werke schnell. Faustinus Nolte hat seine Skulpturen in feinster Detailarbeit aus Plexiglas gefertigt. Die Farben der teilweise flach und länglich angeordneten Verstrebungen brechen sich im einfallenden Licht. Dadurch entfaltet sich in der Wirkung ein reges Wechselspiel.

„Ich arbeite bevorzugt mit Plexiglas, auf welches transparente Farben aufgetragen werden. Durch das durchsichtige Material sieht man wechselnde Ausschnitte der Umgebung, die nicht aus dem Zusammenhang der Realität gelöst werden,“ sagt der Künstler aus Sankt Augustin. Der veränderte Blickwinkel spielt bei der Malerei von Karin Kutsch ein wichtige Rolle: „Der Raum ist entscheidend – die Formate benötigen einen großen Abstand und viel Platz zum Entfalten ihrer Wirkung und zum Zulassen ihrer aus Form, Farbe und Größe gepaarten Intensität.“

Solitärer Objektcharakter

Glänzende Eigenschaften erkennen Kunstliebhaber bei den Werken von Werner Windisch: „Die Negierung jeglicher persönlicher Handschrift des Farbauftrags verleiht den Werken in ihrer Gesamtheit solitären Objektcharakter.“

Zur Eröffnung am Sonntag, 19. Mai, spricht ab 11.30 Uhr Jochen Heufelder. Danach öffnet die Ausstellung regelmäßig freitags 16 bis 18 Uhr, samstags 15 bis 18 Uhr und sonntags 11 bis 14 Uhr. Der Eintritt ist frei. Führungen für Schulklassen gibt es nach Vereinbarung.

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