Kriminalität

Gericht verurteilt Erpresser zu viereinhalb Jahren Haft

Foto: UWE SCHAFFMEISTER

Oberhausen.   Wegen räuberischer Erpressung, Nötigung und Körperverletzung muss ein Trockenbauer aus Oberhausen nun für viereinhalb Jahre ins Gefängnis.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Mit einem deutlichen Urteil endete vor dem Landgericht Duisburg das Verfahren gegen einen 24-jährigen Trockenbauer aus Oberhausen. Wegen mehrfacher versuchter räuberischer Erpressung, Nötigung und Körperverletzung muss er für viereinhalb Jahre ins Gefängnis.

Im September und Oktober 2016 hatte er in mehreren Fällen vom Inhaber eines Duisburger Trockenbau-Unternehmens und dessen Lebensgefährtin fünfstellige Geldbeträge gefordert und sie für den Fall der Nichtzahlung mit dem Tod bedroht.

Machete in Küchenschrank gehauen

Bei einer Gelegenheit schlug er zur Untermauerung seiner Forderung eine Machete in einen Küchenschrank. In einem weiteren Fall verprügelte er den Zeugen gemeinsam mit einem unbekannt gebliebenen Mittäter.

Der Angeklagte hatte mit eigenen Leuten für den Duisburger auf mehreren Baustellen gearbeitet. Doch bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses stand noch ein erheblicher Teil der Bezahlung offen.

Weil er durch die Zahlungsverzögerung Schulden machen musste, hatte der Angeklagte gleich noch ein paar tausend Euro als Strafzahlung obendrauf verlangt. Zwischenzeitlich hatte er Privat- und Firmenwagen des Schuldners als Pfand genommen. Eines der Fahrzeuge und Werkzeug im Gesamtwert von rund
50 000 Euro blieben bis heute verschwunden.

Spätes Geständnis und späte Reue

Zu Gunsten des Angeklagten wertete das Gericht das späte Geständnis des bislang nicht einschlägig vorbestraften Mannes und dessen Reue: „Es tut mir leid. Vor allem auch, dass ich die Frau so in Angst versetzt habe“, so der Angeklagte zum Schluss.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik