Gründermesse

Gründermesse bringt neue Selbstständige mit Profis zusammen

Links der Bierbrauer Oliver Meininghaus und rechts  die beiden Jungunternehmerinnen Manuela Liebling und Mareen Kraemer  von „School of Ergonomics“ sind das erste Mal auf der Gründermesse Oberhausen.

Foto: Kerstin Bögeholz

Links der Bierbrauer Oliver Meininghaus und rechts die beiden Jungunternehmerinnen Manuela Liebling und Mareen Kraemer von „School of Ergonomics“ sind das erste Mal auf der Gründermesse Oberhausen.

Oberhausen.   Neue Geschäfte mit guten Chancen in Oberhausen — auf der Gründermesse begegnen sie Kunden und erfahrenen Kollegen. Wo Unerfahrene Hilfe bekommen.

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Wer selbstständig ist, der liebt die Idee der Unabhängigkeit: Sein „eigener Chef“ sein, das wollen auch in Oberhausen viele Menschen. Und einmal im Jahr treffen auf der Marktstraße alte und neue Gründer von Firmen aufeinander, um ihre Arbeit zu präsentieren und neue Kontakte zu knüpfen.

Organisiert wird die zwölfte Ausgabe der Gründermesse stets von verschiedenen städtischen Trägern unter Leitung der Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung. Sprecherin Petra Weyland-Frisch erklärt sich den Erfolg des Projektes so: „Viele Veranstalter sind schon lange dabei, weil sie sehen, dass unser Team funktioniert.“

Die Träger der Messe sind vor allem Berater der Gründer in Oberhausen und davon gibt es gerade im Handwerk immer mehr. So zählte die Handwerkskammer Düsseldorf im vergangenen Jahr 220 neue Handwerksbetriebe oder Geschäftsübernahmen; die drei Jahre davor waren es im Schnitt nur 140 neue Eintragungen in die Handwerksrolle. Die Chancen stehen also gut, neue Gründer holen sich dennoch gerne Hilfe bei den alten Hasen auf der Messe. Einen eigenen Stand haben am Samstag auch Bierbrauer Meininghaus und die „School of Ergonomics.“ Das Wort „Alleinstellungsmerkmal“ benutzen die Organisatoren häufig. Was macht die Gründer besonders?

Wiederbelebte Tradition

Im Fall von Brauer Oliver Meininghaus ist das die wiederbelebte Tradition: Bereits sein Urgroßvater braute vor 110 Jahren in Oberhausen Bier. Der Urenkel hat das Rezept allerdings geändert, trotzdem setzt er damit auf Nostalgie. „Die Älteren kennen das Bier noch aus den Kneipen!“ Da wolle er auf lange Sicht auch hin: „Oberhausens Bier Nummer eins zu sein, ist natürlich ein großes und mutiges Ziel.“

Was Mareen Kraemer und Manuela Liebling ihren Ahnen bei der Berufswahl verdanken ist zwar nicht überliefert, doch ihre Geschäftsidee ist mindestens genauso klar: Sie wollen für entspannte und gesunde Mitarbeiter sorgen. „Ergonomie wird über kurz oder lang bald Gesetz. Arbeitgeber sollten in ihrem eigenen Interesse auf entspannte, gesunde und ausgeglichene Mitarbeiter setzen — deswegen gibt es uns“, sagt Mareen Kraemer.

Vom TÜV-Rheinland geprüft, will sie zusammen mit ihrer Kollegin Manuela Liebling (Yoga, Pilates) Angestellte schulen und weiterbilden. „Wir sind sowas wie die Software zur Hardware, dem einstellbaren Bürostuhl. Der ist zwar ein Fortschritt, aber um das volle Potential eines Mitarbeiters zu nutzen, braucht man mehr als nur das.“ Die beiden Gründerinnen sind froh, am Samstag das erste Mal auf der Messe dabeizusein. „Wir können uns mit erfahrenen Selbstständigen austauschen — das nehmen wir gerne an.“

>>> Veranstalter fast so zahlreich wie die Teilnehmer

Auch die zwölfte Auflage der Gründermesse ist ein Gemeinschaftsprojekt:
Weiterbildungsinstitut und Handwerkskammer, IHK und Startercenter NRW, die Agentur für Arbeit und das Jobcenter sowie OWT und „City-O“-Management organisieren die Veranstaltung für Gründer und Besucher seit zwölf Jahren gemeinsam.

Am Samstag, 15. September, findet von 10 bis 16 Uhr auf der Marktstraße die Gründermesse statt. Junge Unternehmen zeigen an ihren Ständen, mit welchen Produkten und Dienstleistungen sie sich selbstständig gemacht haben. Kontakte zu neuen Kunden und neue Kollegen werden hier geknüpft. Der Eintritt ist für Besucher kostenfrei.

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