Klimasteuer

Grüne: Oberhausener EVO-Chef denkt CO2-Steuer zu kurz

Kraftwerke des „Energie-Dinosauriers RWE“ (Andreas Blanke, Grüne Oberhausen).

Kraftwerke des „Energie-Dinosauriers RWE“ (Andreas Blanke, Grüne Oberhausen).

Foto: Hans Blossey / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Andreas Blanke, Fraktionschef der Grünen im Oberhausener Rat, kritisiert EVO-Chef Hartmut Gieske wegen dessen Aussagen zu einer CO2-Steuer.

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In einem Interview hat Hartmut Gieske, der Chef der Energieversorgung Oberhausen (EVO), sich gegen eine zusätzliche Bepreisung des klimaschädlichen Kohlendioxid-Ausstoßes ausgesprochen. Das treffe vor allem ärmere Bürger. Gegen diese Aussagen regt sich Widerstand bei den Grünen.

„Der RWE-Statthalter in der EVO-Geschäftsführung, Hartmut Gieske, warnt vor der CO2-Steuer – besser könnte die Lobbypolitik von RWE für die weitere, ungebremste Energieerzeugung aus deren veralteten Braunkohlekraftwerken der Öffentlichkeit gar nicht präsentiert werden“, kommentiert Grünen-Fraktionssprecher im Oberhausener Stadtrat, Andreas Blanke. Anteilseigner der EVO sei bis dato zu 50 Prozent der umstrittene Energie-Dinosaurier RWE aus Essen.

Unter dem fadenscheinigen Vorwand sich schützend vor einkommensschwache Familien zu stellen, werde doch nur ein Scheingrund gesucht, um das veraltete Geschäftsmodell des ungezügelten, aber profitablen CO2-Ausstoßes zu schützen. „Es ist schwer nachvollziehbar und vollkommen inakzeptabel, wie Herr Gieske darauf kommt, beim Gedanken an eine CO2-Besteuerung in der Konsequenz die Menschen in ihren Wohnungen frieren zu lassen und dabei das Naheliegende völlig außer Acht lässt“, erklärt Andreas Blanke. „Das ist zum einen die aktuell geführte Diskussion um einen sozialen Ausgleich. Zum anderen – ganz wichtig – alle Anstrengungen darauf zu verwenden, so CO2-reduziert wie möglich Energie zu erzeugen.“ Dann müsse auch nicht besteuert werden.

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