Neue Schulform

Gymnasium für Technik soll 2018 in Oberhausen starten

Das Hans-Sachs-Berufskolleg, Am Förderturm 5, soll Standort für das erste Berufsgymnasium für Technik in Oberhausen sein.

Foto: Gerd Wallhorn

Das Hans-Sachs-Berufskolleg, Am Förderturm 5, soll Standort für das erste Berufsgymnasium für Technik in Oberhausen sein. Foto: Gerd Wallhorn

Oberhausen.   Ab dem nächsten Jahr sollen Schüler in Oberhausen die Möglichkeit haben, ein allgemeines Abitur mit besonderen technischen Kenntnissen abzulegen.

Oberhausen wird eine neue Schulform erhalten. Nach den Sommerferien im kommenden Jahr soll die erste Oberstufen-Klasse am „Beruflichen Gymnasium für Technik“ starten. Innerhalb von drei Jahren können Schüler hier die allgemeine Hochschulreife (Abitur) und gleichzeitig Kenntnisse im Berufsfeld Ingenieurwissenschaften erwerben.

Der Schulausschuss sprach sich einstimmig für die Einrichtung eines solchen Bildungsgangs am Hans-Sachs-Berufskolleg aus. Der Beschluss des Rates am 25. September ist damit sicher, ein Genehmigungsbescheid der Bezirksregierung ist ebenfalls zu erwarten.

Anmeldung im Frühjahr

Schon im kommenden Frühjahr könnten sich dann Schüler für das Technische Gymnasium für das Schuljahr 2018/19 anmelden. Jugendliche, zum Beispiel Realschüler, die die Fachoberschulreife mit Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe haben, sind mögliche Kandidaten für diese gymnasiale Ausbildung. Oder Schüler, die in die Klasse zehn eines Gymnasiums versetzt wurden. Sie werden drei Jahre lang im Klassenverband unterrichtet.

Als Leistungskurse müssen sie die Fächer Ingenieurwissenschaften und Mathematik belegen, das dritte Prüfungsfach ist Deutsch oder Englisch, das vierte Gesellschaftslehre mit Geschichte, Religion oder Wirtschaftslehre. Die Allgemeine Hochschulreife, ein vollwertiges Abitur, steht am Ende der drei Jahre, die Schüler sollen aber besonders auf Studium oder Ausbildung in technischen Berufen vorbereitet werden. Sie lernen die verschiedenen Technik-Bereiche (Bau-, Elektro- und Maschinenbautechnik) kennen.

Studium oder Ausbildung

Das Hans-Sachs-Berufskolleg hat als Berufsschule mit dem Schwerpunkt Technik die notwendigen Räume und auch Lehrer mit Sekundarstufen-II-Qualifizierung für dieses Gymnasium. Schulleiter Marc Bücker hat sich nachdrücklich für das neue Angebot eingesetzt. „Für den Standort Oberhausen bedeutet dieser Bildungsgang eine Bereicherung und Ergänzung des bestehenden Angebots“, schreibt Bücker in seinem Konzept. „Nach wie vor gibt es Nachholbedarf an höheren Schulabschlüssen in Oberhausen – vor allem im beruflichen Bereich. Aber auch im allgemeinbildenden Bereich liegt Oberhausen auf einem der hinteren Plätze.“

Nach wie vor gebe es hier zu wenige Lehrstellen, vielen Jugendlichen bleibe nur, über einen besseren Schulabschluss ins Berufsleben zu starten. Die Absolventen des Technischen Gymnasiums können im Anschluss beides beginnen: ein technisches Studium oder eine technische Ausbildung. Darauf sollen sie gut vorbereitet sein.

>>>Weiteres Berufliches Gymnasium bereits gestartet

In diesem Schuljahr bereits erfolgreich gestartet ist das Berufliche Gymnasium für Gesundheit am Käthe-Kollwitz-Kolleg. Auch in diesem Bildungsgang erwerben Schüler die Allgemeine Hochschulreife, aber auch Kenntnisse für Berufe in Gesundheit, Medizin und Pflege.

Die erste Klasse, die drei Jahre gemeinsam lernt, hat nach den Sommerferien angefangen. Wie das Berufliche Gymnasium für Gesundheit wird auch das Berufliche Gymnasium für Technik am Hans-Sachs-Kolleg einzügig und in Vollzeitform angeboten.

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