Wettbewerb

„Hollywood Icons“: Ludwiggalerie verleiht Fotopreis

Ein Selbstporträt: Mit dem Bild „Rasur“ belegte Frank Markus Fürst den zweiten Platz beim Fotowettbewerb „MovME“.

Ein Selbstporträt: Mit dem Bild „Rasur“ belegte Frank Markus Fürst den zweiten Platz beim Fotowettbewerb „MovME“.

Foto: Frank Markus Fürst / Ludwiggalerie

Oberhausen.  Eine Experten-Jury kürt beim Wettbewerb „MovME“ drei Gewinner. Die Arbeiten der Nachwuchsfotografen sind jetzt in der Ludwiggalerie zu sehen.

Die aktuelle Schau in der Ludwiggalerie hat sich ganz dem Glamour der goldenen Hollywood-Jahrzehnte und dem Leben im Rampenlicht verschrieben. Begleitend zur Ausstellung „Hollywood Icons“ hat die Ludwiggalerie zu einem Fotowettbewerb für Nachwuchsfotografen aufgerufen. Eine Jury hat jetzt die drei besten Arbeiten prämiert.

Kreative Perspektiven auf den Alltag

Beim Wettbewerb „MovME“ waren kreative Perspektiven auf den Alltag gefordert. Die Teilnehmer sollten ihr eigenes Leben künstlerisch ins Rampenlicht rücken. „Da sich die Aufnahmen in der Ausstellung am Nabel des Geschehens befanden und die Schau sich immer wieder auch mit dem Alltag in Hollywood am Set und dahinter beschäftigt, sollte die große Frage rund um den Wettbewerb lauten: Wie sieht das Set eures Lebens aus?“, erklärt Kuratorin und Jury-Mitglied Jennifer Liß. Insgesamt 78 Bewerberinnen und Bewerber zwischen 16 und 74 Jahren stellten sich der Herausforderung und reichten ihre Arbeiten ein.

Verlangt wurden Farbaufnahmen, die nun einen deutlichen Kontrast zu den Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Ausstellung um Hollywood-Sterne wie Marilyn Monroe, Cary Grant und Co.

Drei der eingereichten Fotografien befand die dreiköpfige Jury bestehend aus Jennifer Liß, Fotodesigner Axel Scherer und Kunsthistorikerin Natascha Kurek als preiswürdig. Am Sonntag, 7. Juli, wurden die Nachwuchstalente geehrt.

Schattenspiele und Selbstporträt

Platz drei ging an Nicoletta Poungias (25) mit ihrer Arbeit „täglich gießt das Murmeltier“. Der Jury gefiel das Spiel von Licht und Schatten in dem Foto. Beinahe abstrakt habe die Fotografin mit ästhetischen Mitteln statt einfacher Darstellungen gearbeitet. Sonnenliege und Pflanzen wirkten nahezu ornamental und nur ganz subtil am Rande sei die eigentliche Handlung des Gießens zu erkennen, urteilte die Jury.

Den zweiten Platz belegte Frank Markus Fürst (54) mit seiner schlicht betitelten Fotografie „Rasur“. Diese trifft das Thema im Wortsinn auf den Kopf, „denn es ist ein Foto, welches seine Geschichte erzählt. Es handelt sich um ein alltägliches Ritual: das Rasieren des Kopfes“, erklärt Axel Scherer. Wieso es ausgewählt wurde? „In Zeiten von Instagram erzählen Bilder aus dem Alltag meist eine geschönte Geschichte, dieses hier ist einfach nur ehrlich.“ Frank Markus Fürst freute sich sehr über die Auszeichnung: „Das war mein erster Fotowettbewerb und das erste Mal, dass ich ein Selbstporträt gemacht habe.“

Arbeiten sind in der Ludwiggalerie zu sehen

Letztlich überzeugte Leon Mrowitzki (18) mit seiner Fotografie „Leerer Schrank“ die Jury. Er freut sich über den ersten Platz beim „MovME“-Wettbewerb.

Auf

Im Foto ist ein junger Mann zu sehen, der oberkörperfrei vor seinem leeren Schrank steht, welcher ganz und gar dunkel von innen ist. „Die Gewinnerarbeit von Leon überzeugte uns durch ein geschicktes Flächen-Arrangement. Um genauer zu sein ist es ihm gelungen, mit einer monochromen Fläche eine absolute Tiefenillusion zu erschaffen, wodurch fast schon eine surreale Szenerie entsteht“, begründet Natascha Kurek die Entscheidung der Jury.

Noch bis Mitte September sind nun 41 der eingereichten Fotoarbeiten in einem separaten Ausstellungsraum im Rahmen der Schau „Hollywood Icons“ zu sehen.

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