Ausbildung

Im Galopp die ideale Ausbildungsstelle finden

Ein Ritt auf dem Racehorse-Simulator: Rennreiterin Rebecca Danz (r.) zeigt Azubi Daniel Hungenbach, worauf es als Jockey ankommt.

Ein Ritt auf dem Racehorse-Simulator: Rennreiterin Rebecca Danz (r.) zeigt Azubi Daniel Hungenbach, worauf es als Jockey ankommt.

Foto: Udo Gottschalk

Oberhausen.   Das Jugendbündnishaus lud im Rahmen der Ausbildungswoche Jugendliche zum lockeren Job-Gespräch ein. Auch Rennreiterin Rebecca Danz gab Tipps.

Der Blick von Daniel Hungenbach ist nach vorne gerichtet, die Haltung stimmt. Alles ist bereit für eine kleine Reiteinheit mit Galopp-Weltmeisterin Rebecca Danz. Doch die bekommt der 25-Jährige nicht etwa auf einem Reithof, sondern im Eingangsbereich der Agentur für Arbeit auf der Mülheimer Straße.

Im Rahmen der „Woche der Ausbildung“ lud das Jugendbündnishaus (JBH) alle Oberhausener unter 25 Jahren zum „Tag der offenen Tür“ ein, um sich im lockeren Gespräch mit den Mitarbeitern über die Berufswahl auszutauschen. Inklusive Ritt auf dem Racehorse-Simulator.

Dementsprechend passend war auch das Motto für diesen Tag gewählt: „Im Galopp zur Ausbildungsstelle“. Dabei hat Daniel Hungenbach seine Entscheidung bereits getroffen: Er macht eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker.

Aufstiegschancen als Automechaniker?

Anders sieht es bei Hakan Erdem aus. Der 18-jährige Schüler ist noch unentschlossen. „Ich würde gerne Automechaniker werden. Doch ich weiß nicht, was ich da für Aufstiegschancen habe.“

Gerade solche Fragen zu beantworten, hat sich das 2015 geschaffene JBH in der ersten Etage des Arbeitsamtes zur Aufgabe gemacht. Denn schließlich sei die richtige Beratung unverzichtbar, meint Jürgen Koch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Oberhausen. „Wir wollen den Jugendlichen klar machen, dass eine Ausbildung der ideale Einstieg ins Berufsleben ist.“

Denn der gesellschaftliche Trend, schildert Koch weiter, würde immer mehr dahin gehen, erst einmal ein Studium zu beginnen. „Dabei wissen viele gar nicht, was es für tolle Ausbildungsplätze gibt.“

360 Ausbildungsberufe gibt es derzeit in Deutschland. „Viele Jugendliche kennen nur einen Bruchteil davon und sind dann ganz überrascht, wenn wir ihnen weitere Möglichkeiten präsentieren“, berichtet die Pressesprecherin der Agentur für Arbeit, Katja Hübner. Denn einige Jugendliche würde sich zu sehr an einem Berufswunsch festklammern, so dass die Enttäuschung groß ist, wenn es mit dem Ausbildungsplatz nicht klappt. „Wir wollen deshalb Alternativen aufzeigen.“

Ungewöhnliches Selfie

Um auch auf digitaler Weise den verschiedenen Berufswelten einen Schritt näher zu kommen, stand den Jugendlichen neben den Beratungsgesprächen auch ein ungewöhnlicher Fotoautomat zur Verfügung. Mit Hilfe von „My Knipsa“ konnten sich die Jugendlichen in unterschiedliche Jobs hinein „beamen lassen“. Koch: „Für die jungen Leute sind Selfies Alltag, so dass wir hier spielerisch mehr Transparenz schaffen wollten.“

Auch der Reitsport sucht dringend Nachwuchs, weiß Rebecca Danz, die aktuell eine Weiterbildung zur Pferdewirtschaftsmeisterin macht. Dabei müssen sich Interessierte vor allem auf eines gefasst machen. „Die Arbeit mit Pferden erfordert ein hohes Maß an Disziplin. Nur die Liebe zum Tier allein reicht leider nicht aus.“

>>> Info: Ansprechpartner für Ausbildung und Beruf

Das Jugendbündnishaus befindet sich im Gebäude der Arbeitsagentur, Mülheimer Straße 36, in der ersten Etage. Die Mitarbeiter beraten die Jugendlichen in Sachen Ausbildung, Beruf, Studium, Schule oder anderen wichtigen Zukunftsentscheidungen.

Für ein persönliches Gespräch wenden Sie sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeiten: 0800 - 4555500 oder 0208 - 621 34567 oder per Mail an Oberhausen-Jugendbuendnishaus@jobcenter-ge.de. Weitere Infos unter: www.jugendbuendnishaus-oberhausen.de.

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