Verkehrspolitik

Jede vierte Fahrt soll eine Fahrt mit dem Rad werden

In Mülheim ist der Radschnellweg RS1 in Teilen bereits fertig.

Foto: Herbert Höltgen

In Mülheim ist der Radschnellweg RS1 in Teilen bereits fertig.

oberhausen.   CDU, ADFC, und Impulswerkstatt peilen dieses Ziel an. Der Radweg „Westliches Ruhrgebiet“ ist dabei ein zentrales Projekt.

Die CDU will den Anteil des Radverkehrs in Oberhausen so schnell wie möglich auf 25 Prozent erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet die Union mit dem ADFC und der „Impulswerkstatt“, die sich um die Verbesserung der Stadtmobilität kümmert, eng zusammen. Derzeit beträgt der Radverkehrsanteil in Oberhausen lediglich 6,3 Prozent. Vor allem mit einer deutlich besseren Infrastruktur für Radler soll dieses Radverkehrs-Plus erzielt werden.

Ein Kernpunkt ist ein neuer Radweg „Westliches Ruhrgebiet“, der aus Richtung Bottrop/Gladbeck kommend über eine Länge von 19 Kilometern nach Mülheim führt. Er bahnt sich kreuzungsfrei den Weg durch Gesamt-Oberhausen und bindet so die Wohngebiete der Stadt an den neuen Radschnellweg RS 1 an, der bis zum Beginn des neuen Jahrzehnts als zentrale Ost-West-Achse die mittlere Ruhr-Region durchzieht.

Auf der sogenannten Hibernia-Trasse

Die Oberhausener Berufspendler sollen auf das Rad umsteigen. Sie sollen wohnortnah eine Anschlussstelle zum Rad-Schnellwegenetz finden und das Fahrrad als echte Alternative zum Auto entdecken. „Es geht um einen Bewusstseinswandel“, unterstrichen Hans Tscharke und Eugen Lenz am Freitag die Position der CDU-Ratsfraktion, die dabei von Karl van den Mond („Impulswerkstatt“) und Burkhard Schmidt (ADFC) nachdrücklich unterstützt wird. Eugen Lenz skizzierte eine mögliche Streckenführung, die im Stadtsüden in wichtigen Abschnitten auf die sogenannte Hibernia-Trasse zurückgreift. Über den Oberhausener Hauptbahnhof, die Neue Mitte und am Gasometer entlang geht es über den Rhein-Herne-Kanal in Richtung Osterfeld.

Zahlreiche neue Brückenbauwerke wären für diese Trasse nötig, so dass sich die Baukosten auf geschätzt 44,3 Millionen Euro belaufen würden, was pro Streckenkilometer deutlich über den geplanten 183 Millionen Euro Kosten für den 101 Kilometer langen RS 1 liegt.

102 000 Pendler sind täglich unterwegs

43 000 Pendler fahren täglich nach Oberhausen, 49 000 Pendler suchen ihre Jobs in angrenzenden Städten auf – ein Riesenpotenzial, um Menschen mit einem modern ausgebauten Schnellwege-Netz zum Umsteigen auf das Fahrrad zu bewegen. Das Ruhrgebiet brauche einen Wandel in der Mobilität, zeigten sich am Freitag CDU-, ADFC- und „Impulswerkstatt“-Vertreter beim gemeinsamen Pressegespräch im Rathaus überzeugt.

Nun soll die Politik in Oberhausen, Mülheim und Bottrop weiter mobilisiert werden, um den Anschluss-Radweg zum RS 1 schnellstmöglich zu verwirklichen.

>>> Infoabend zum Thema Radverkehr am 8. März

Am Donnerstag, 8. März, startet nun um 18 Uhr im kath. Stadthaus an der Elsa-Brändström-Straße ein Infoabend zum Thema Radverkehr. Alle Bürger sind willkommen

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