Straßenbau

Kleine Stützmauer in Oberhausen verursacht große Umleitung

Die Stadt kündigt eine Sanierung dieser Stützmauer und damit großes Verkehrschaos wegen der dazu nötigen Straßensperrung im Herbst an der großen Kreuzung Konrad/Adenauer-Allee/Duisburger Straße an.

Foto: Ayla Yildiz

Die Stadt kündigt eine Sanierung dieser Stützmauer und damit großes Verkehrschaos wegen der dazu nötigen Straßensperrung im Herbst an der großen Kreuzung Konrad/Adenauer-Allee/Duisburger Straße an. Foto: Ayla Yildiz

Obrhausen/Alt-Oberhausen.  Für eine Mauer-Sanierung muss die Rechtsabbiegespur von der Konrad-Adenauer-Allee in die Duisburger Straße über zwei Monate gesperrt werden.

Eine 60 Meter lange Stützmauer hat vor der Sommerpause der Bezirksvertretung Kopfzerbrechen bereitet. Mit ihr warf nämlich eine sehr störende Baustelle ihre Schatten voraus, die im Herbst geplant ist: Für etwa zehn Wochen steht die Rechtsabbiegespur von der Konrad-Adenauer-Allee in die Duisburger Straße nicht zur Verfügung. Auch der rechte Geradeaus-Fahrstreifen in Richtung Mülheimer Straße wird dann durch Baumaschinen und als Schutzstreifen zur Baustelle hin blockiert sein.

Grund dafür ist die kaum einen Meter hohe verklinkerte Stützmauer im Bereich der Abbiegespur. Man übersieht sie noch heute leicht. Sie ist überhaupt erst sichtbar geworden, seitdem sie von der Bepflanzung freigeschnitten wurde. Marode ist sie und soll durch eine sogenannte Winkelstützwand aus L-Steinen ersetzt werden.

Baumaßnahme kostet rund 71.500 Euro

Das kostet zwar einschließlich der Erneuerung des Gehwegs auf dem Plateau, das die Mauer zur Straße hin abstützt, nur rund 71.500 Euro. Aber nach den Planungen der Stadtverwaltung soll der gesamte Verkehr, der normalerweise aus dem Nordteil der Stadt oder von den Autobahnen auf die Duisburger Straße drängt, geradeaus auf die Mülheimer Straße weitergeleitet und von dort über Tannenberg- und Buschhausener Straße umgeleitet werden.

„Gibt es noch Alternativen dazu?“, wollte Dominik Steenkamp (CDU) von der Verwaltung wissen.

Er brachte die Lindnerstraße und den Gewerbepark am Kaisergarten ins Gespräch. Christiane Gerster-Schmidt (SPD) befürchtete, dass durch Engpass und Stau das Weihnachtsgeschäft im Centro beeinträchtigt werden. „Der Zeitpunkt ist nicht gelungen.“ Das bekräftigte Hartwig Kompa (SPD): „Je nach Witterung können aus zehn Wochen schnell zwölf Wochen werden und dann sind wir im Weihnachtsgeschäft.“

Sabine Janclas, zuständige Bereichsleiterin bei der Stadt, ging auf diese Bedenken ein. „Die Lindnerstraße als Umleitungsweg scheidet wegen der dortigen DB-Baustelle aus“, erklärte sie. Und der Gewerbepark am Kaisergarten ebenso, weil es sich um eine Privatstraße handele. Abriss und Neubau der Mauer seien der kritische Punkt.

Duisburger Straße selbst bleibt frei

Dieser erste Bauabschnitt liege aber im September und Oktober und damit lange vor Weihnachten. „Beim zweiten Bauabschnitt sind wir dann aus der Fahrbahn raus“, fuhr sie fort. In diesem Bauabschnitt wird der Gehweg saniert und die neue Böschung zur Straße hin modelliert. Die Alternative bestehe darin, die Bauarbeiten zu unterbrechen und den Gehweg erst im Frühjahr zu machen, sagte Janclas. Die Duisburger Straße wird während der Bauarbeiten übrigens nicht gesperrt. „Wir können jederzeit eingreifen“, sagte Janclas.

Bereits im Frühjahr 2016 wurden sechs große Platanen, die auf dem Plateau gestanden haben, gefällt. Als Ersatz für sie ist vorgesehen, nach dem Ende der Bauarbeiten sechs neue Winterlinden zu pflanzen.

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