Karneval

Königshardt und Buschhausen rocken die späte Weiberfastnacht

Klatsch doch eene mit! In der Gaststätte Alt-Buschhausen feierten 200 Närrinnen ausgelassen den Altweiberball. Vor allem die Schlagermusik traf in Oberhausen den Nerv.

Foto: Fabian Strauch

Klatsch doch eene mit! In der Gaststätte Alt-Buschhausen feierten 200 Närrinnen ausgelassen den Altweiberball. Vor allem die Schlagermusik traf in Oberhausen den Nerv. Foto: Fabian Strauch

Oberhausen/Königshardt/Buschhausen.  Der längste Narren-Ticker geht weiter: 600 Frauen sangen ausverkauft mit Willi Herren in Schmachtendorf. 200 Buschhausenerinnen feiern im Veedel.

Den Feierabend kennen sie nicht. Zumindest der Oberhausener Norden zeigt sich von Weiberfastnacht auf Karnevalsfreitag unermüdlich jeck. Grund genug, unseren längsten Narren-Ticker fortzuführen. Was in den Sälen alles los war und welche närrische Narrhalla am ausgiebigsten feierte:


18 Uhr: An der Lindnerstraße ziehen die Möhnen herbei. Buschhausen geht aus. Die Frauen ziehen sich den Cowboy-Hut auf den Kopf und müssen diesen doch mit Leibeskräften verteidigen. Für den Clinch sorgen nicht die ebenfalls umherziehenden Indianer, sondern der nun doch etwas stärker wehende Wind. Immerhin bleibt alles im Veedel. Die nahe Gaststätte Alt-Buschhausen ist das Ziel.


18.30 Uhr: Die Karnevalsgesellschaft Schwarz-Weiß Buschhausen schickt die Männer an die Theke und die Frauen in die Bütt. Männer haben Saalverbot! Nun gut, die Bühnenbesatzung ist davon ausgenommen. In den Katakomben wird eifrig telefoniert: „Kommen die Künstler pünktlich?“


19 Uhr: Michael Zaremba lässt die Buschhausener nicht hängen. Der erst 22 Jahre junge Schlagersänger zeigt seine weiße Weste. Der Sänger aus Duisburg (Sternzeichen: Fisch) covert nicht nur Kollegen, sondern hat Eigenes im Sinn. „Es ist Sommer“, „Was zum Teufel“ und „Die letzte Nacht“ können Fans mitsingen. Hexen, Trolle und Krankenschwestern sind in Polonaise-Stimmung. „Jetzt geht’s los, wir sind nicht mehr aufzuhalten...“


19.30 Uhr: Narrenwechsel. Über die Hiesfelder Straße geht es gen Norden. An den Bushaltestellen Kostümierte, die es entweder heimwärts zieht oder die eine nächste Fete ansteuern. Der Wind saust.


20 Uhr: Die größte Party steigt in der Sporthalle der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Schmachtendorf. Obwohl Königshardt draufsteht. Der Saal der 1. KG Königshardt ist ausverkauft und die Möhnen tanzen massig aus der Reihe. Kein Wunder: Popschlager-Sänger Willi Herren hat den Damen Beine gemacht. Sein Gassenhauer „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“ passte zu vielen Kostümen.


20.30 Uhr: Stadtgrenzen verschwinden. Gerade hat die Hamborner Stadtwache ihre begnadet beweglichen Körper von der Bühne geschoben. Traditionell bildet das Korps den Abschluss der Fete.

Auch für die Hamborner ist nun Schluss. „Prost, nee war das wieder jeck!“ Immerhin haben sie es geschafft, Sitzungspräsident Jochen Szubrin in ihren Tanz einzubauen.


21 Uhr: Ist denn wirklich schon Schluss? Nein, die Aftershowparty feiert wie die viel besungene Karawane — durstig einfach weiter.

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