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Unfall, Flucht, Handschellen: Betrunkener auf A3 unterwegs

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Foto: Roland Weihrauch / dpa

Oberhausen.  Kollision auf der A3 bei Oberhausen, Flucht bis Duisburg – mit über drei Promille im Blut wollte ein Fahrer (42) der Polizei entkommen.

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Nicht allzu lange währte die Flucht eines Mannes, der am Montagnachmittag auf der Autobahn 3 an der Stadtgrenze Oberhausen/Dinslaken mit seinem Fahrzeug eine Karambolage auslöste.

Der 42-Jährige war laut aktuellem Polizeibericht in einem weißen Mercedes „Sprinter“ unterwegs. In Höhe der Abfahrt Dinslaken-Süd löste er einen Auffahrunfall aus: Der Wagen des 42-Jährigen stieß mit einen vorausfahrenden Auto der Marke „Dacia“ zusammen, ohne dass dessen Fahrer (45) aus Duisburg sein Tempo zuvor verringert hatte, so die Polizei. Während der 45-Jährige bei der Kollision unverletzt geblieben sei, habe seine Beifahrerin (34) über Nackenschmerzen geklagt.

Polizei startete umfangreiche Fahndung

Die Polizei berichtet weiter: „Der Unfallverursacher wollte nicht, dass die Polizei verständigt wird und fuhr mit seinem Sprinter in Fahrtrichtung Köln weiter.“ Die Beamten der Autobahnpolizei informierten unmittelbar danach die weiteren Autobahnwachen und auch die Leitstelle der Polizei Duisburg.

Im Zuge der Fahndung entdeckte eine Streifenwagenbesatzung der Duisburger Polizei den Sprinter um 16.20 Uhr auf der dortigen Rheindeichstraße im Gegenverkehr. Während die Polizisten wendeten, versuchte der 42-Jährige über eine nahegelegene Straße zu flüchten. Der Mercedes „Sprinter“ stieß dabei gegen einen Bordstein und blieb letztendlich stehen, so die Polizei.

„Der Innenraum roch stark nach Alkohol“

Als die Ordnungshüter den Fahrer zur Rede stellen wollten, bemerkten sie den Grund für seine Flucht: „Der Innenraum roch stark nach Alkohol“, heißt es im Einsatzbericht. Weil der 42-Jährige trotz mehrfacher Aufforderung nicht aussteigen wollte und plötzlich in den Fußraum griff, zogen die Beamten den Mercedes-Fahrer aus dem Fahrzeug und legten ihm Handschellen an.

Ein Atemalkoholtest ergab, dass der Betrunkene mehr als drei Promille Alkohol in seiner Atemluft hatte. Nachdem ein Arzt ihm eine Blutprobe entnommen hatte, stellten die Beamten seinen litauischen Führerschein sicher. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Polizisten fest, dass der Mann über keinen festen Wohnsitz in Deutschland verfügt. Gegen ihn wird nun ein Strafverfahren, unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, eingeleitet.

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