TZU-Verkauf

Linke kritisieren: Oberhausen „verscherbelt“ Stadteigentum

Das Technologiezentrum TZU in Oberhausen.

Das Technologiezentrum TZU in Oberhausen.

Foto: Gerd Wallhorn / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Die Volksbank Rhein-Ruhr hat die beiden großen Gebäude des Technologiezentrums TZU in Oberhausen gekauft. Den Linken gefällt das nicht.

Der Verkauf der zwei großen Gebäudekomplexe des Technologiezentrums TZU an die Volksbank Rhein-Ruhr sorgt bei den Oberhausener Linken für heftige Kritik. Die Stadt habe kommunales Eigentum im Alleingang „verscherbelt“, sagt Oberbürgermeister-Kandidat Jens Carstensen.

Für einen zweistelligen Millionenbetrag hatte die hundertprozentige Stadttochter TZU GmbH die beiden Gebäude verkauft, das ebenfalls zum TZU gehörende markante ehemalige Werksgasthaus an der Essener Straße bleibt Eigentum der Stadt. Auf dem Gelände mit einer Gesamtfläche von etwa 14.500 Quadratmetern nutzen vor allem junge Unternehmen Büroflächen, Veranstaltungs- und Seminarräume.

Carstensen: „Stadt denkt kurzfristig“

„Es ist unfassbar, wie kurzfristig die Stadtspitze denkt“, kommentiert Jens Carstensen. Die Gebäude seien viel genutzt und hätten der Stadt auch weiterhin kontinuierliche Einnahmen bescheren können. Durch den Verkauf gehe der Stadt zudem auch eine wichtige Gestaltungsmöglichkeit des Technologiezentrums verloren, kritisiert Carstensen weiter. Der jetzige Managementvertrag, der regelt, dass Jobs und Mietverträge beibehalten werden, gilt für drei Jahre. „Und was ist dann?“

Die „größte Unverfrorenheit“ sei aber ohne Zweifel, „dass diese folgenschwere Entscheidung im Aufsichtsrat ohne Stadtratsbeschluss gefällt wurde“. Ein kleiner Personenkreis fälle eine derart folgenschwere Entscheidung, ohne das höchste Gremium der Stadtgesellschaft daran zu beteiligen. „Das entspricht nicht meinem Verständnis von Demokratie“.

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