Jazzkarussell

Lounge-Quartett verwandelt Pop-Standards fürs Jazzkarussell

Frauen-Trio plus Bassmann: „ME Lounge“ mit Gitarristin Sandra Wilhelms, Sängerin Dian Pratiwi, Violinistin Freya Deiting und Eric Richards am Kontrabass.

Frauen-Trio plus Bassmann: „ME Lounge“ mit Gitarristin Sandra Wilhelms, Sängerin Dian Pratiwi, Violinistin Freya Deiting und Eric Richards am Kontrabass.

Foto: Kurt Rade

Oberhausen.  Vor dem Gdanska am Altmarkt spielt am 16. Juli „ME Lounge“ mit Sängerin Dian Pratiwi die Hits von Madonna bis U2, um sie gründlich umzukrempeln.

Die nächste Runde des Jazzkarussells gehört Musikerinnen: So nennt Gastgeberin Eva Kurowski ihre Kollegin Dian Pratiwi „eine ultimative Bühnenkanone“ – und keine Unbekannte in Oberhausen. Am Donnerstag, 16. Juli, darf das Publikum von 19.30 Uhr bis 21 Uhr vor dem Gdanska am Altmarkt getrost zweimal hinhören: Sind die Songs auch allesamt bekannt aus dem Radio, hat man sie so aber noch nie gehört.

ME-Lounge“, das Frauentrio mit der Sängerin Dian Pratiwi, wuchs mit dem Kontrabassisten Eric Richards zum Quartett. Mit Gitarristin Sandra Wilhelms und Violinistin Freya Deiting werden Rock- und Popklassiker von Madonna über Sting bis U2 zu klingenden Überraschungen. Die spannende Weltreise der aus Java stammenden Dortmunderin vereint Stilistiken des Jazz und des Tango, mit brasilianischem Bossa Nova, spanischer Folklore und natürlich auch mit viel Soul und Funk.

„Misty“ von Sarah Vaughan verführte sie zum Jazz

Dian Pratiwi wurde in der indonesischen Hauptstadt Jakarta auf Java geboren und startete 1979 ihre Karriere als Jazzsängerin. Von Indonesien führte ihr Weg zum Studium nach Holland und schließlich nach Deutschland. Seit mehreren Jahren lebt sie inzwischen gut hörbar im Ruhrgebiet. Zum Jazz kam Dian Pratiwi früh und zufällig durch eine Kassette mit „Misty“, gesungen von Sarah Vaughan: „Ich habe mich sofort in diesen Song verliebt, ohne damals überhaupt zu wissen, dass das Jazz war.“ Als Sängerin gelingt ihr heute der Spagat zwischen Swing, Latin und Soul: Der rote Faden ist ihr wandlungsfähiges, zuweilen erstaunlich dunkles Timbre.

Am Gdanska gibt es jetzt eine kleine, feine Terrassenbühne. Für die Gäste stehen reichlich beschirmte Tische zur Verfügung, die man reservieren sollte und zwar online über gdanska.de. Es gibt zudem die Möglichkeit, drinnen zu sitzen und zu lauschen.

Für die Musikerinnen und Musiker fährt ein Spendenschiff durch die Tischreihen. Solidarischer Unterstützungsvorschlag: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.

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