Sicherheit

Mehr Licht für den Volkspark in Oberhausen-Sterkrade

Viele Radler und Fußgänger wünschen sich eine abendliche Beleuchtung der Hauptstrecke im Volkspark.

Viele Radler und Fußgänger wünschen sich eine abendliche Beleuchtung der Hauptstrecke im Volkspark.

Foto: Wojtyczka

oberhausen.  Bezirksvertretung diskutiert das Thema. Politiker sehen Sicherheitsproblem. Strecke durchs Grün-Areal dient als Abkürzung und Jogging-Route.

Erneut war der Volkspark Thema in der Bezirksvertretung. An einem Antrag der Fraktion „Offen für Bürger“ zur Beleuchtungssituation schieden sich zunächst die Geister, ehe er mit Abstrichen dann doch einstimmig angenommen wurde.

„Die Verwaltung wird beauftragt, die Beleuchtungssituation im Volkspark zwischen dem Zugang an der Brandenburger Straße bis zum Zugang Westhoffstraße / Weierstraße zu prüfen“, lautete der erste Teil des Antrags. In einem zweiten Teil beantragten Werner Nowak und Caro Cremer dann sogleich, ohne dass das Prüfergebnis beraten worden wäre, ein Beleuchtungskonzept für mehr Sicherheit für die Besucher des Parks, das mit den beiden Sportvereinen Sterkrader Turnerclub 1869 und LAC Oberhausen abgestimmt werden sollte. Beide würden den Park als Laufstrecke nutzen, hieß es.

Rund einen halben Kilometer Weg sparen

Zur Begründung führten sie an, der Park diene neben sportlichen Zwecken als wichtige Abkürzung zwischen der Innenstadt und den nördlich angrenzenden Stadtteilen. Radfahrer und Fußgänger, die ihn benutzten, würden dadurch rund einen halben Kilometer Weg sparen. Aber die schlechte Beleuchtung würde nach Einbruch der Dunkelheit vor allem Frauen davon abhalten, zumal Radfahrer die Risse und Schlaglöcher im Boden häufig nicht rechtzeitig erkennen könnten.

„Die sportliche Nutzung und den Angstraum, das sollte man nicht miteinander vermengen“, begann Manuel Prohl (SPD) die Aussprache darüber. Er erinnerte daran, dass die Beleuchtung in der Vergangenheit stets an fehlenden finanziellen Mitteln gescheitert sei. Caro Cremer sah in dem Antrag keine unzulässige Vermengung. Und Holger Ingendoh (CDU) empfahl, Prüfaufträge, gleich aus welcher Richtung, grundsätzlich nicht abzulehnen. Denn damit sei ja noch keine bestimmte Festlegung verbunden.

Betuwe-Pläne spielen eine Rolle

Daraufhin schaltete sich Hubert Cordes (SPD) ein. „Im Landschaftsschutzgebiet sollte es nach Auffassung der Naturschutzverbände keine Beleuchtung geben“, erklärte er. „Warum soll das wieder geprüft werden?“ Es sei zu teuer. „Wir beschäftigen nur die Verwaltung.“ Den Teil des Antrags, gleich ein Beleuchtungskonzept zu fordern, müsse man auf jeden Fall ablehnen. „Der Prüfantrag ist plausibel. Da laufen viele Leute“, erklärte dagegen Jens Carstensen (Linke). Holger Ingendoh gab zu bedenken, gegenüber damals habe sich die Haushaltssituation der Stadt geändert. Er stimmte aber Bezirksbürgermeister Ulrich Real (SPD) zu, dass es sich beim zweiten Teil des Antrags nicht mehr nur um einen Prüfauftrag handele.

Kurze Irritation kam auf, als Caro Cremer selbst den Hauptweg aus der Prüfung herausnehmen wollte, das dann aber ließ. Klaus Kösling (SPD) berichtete noch aus dem Sportausschuss, es gebe bereits eine Prüfung hinsichtlich einer beleuchteten Laufstrecke. Das Ganze müsse aber mit der Lärmschutzwand für die Betuwe-Güterzugstrecke abgestimmt werden. Außerdem benutze der Verein LAC den Volkspark nicht als Laufstrecke. Der Antrag wurde schließlich ohne seinen zweiten Teil, die Erstellung eines Beleuchtungskonzepts, einstimmig angenommen.

>>>>>>>>> 98 Bäume im Volkspark gefällt

Zwei Anfragen von „Offen für Bürger“ zum Volkspark hat die Stadt beantwortet. Dabei ging es um die Kosten der Parkpflege und um dortige Baumfällungen.

Die Verwaltung bestätigte, dass eine 2013 vorgelegte Liste über 43 verschiedenen Änderungen abgearbeitet wurde. Dadurch sollten die laufenden Unterhaltungskosten gesenkt werden. Der einmalige Aufwand dafür habe 150.000 Eu­ro betragen. Dadurch hätten sich seit 2014 sogar jährliche Einsparungen von 45.000 Euro ergeben. Kalkuliert worden seien 32.000 Euro pro Jahr. Die 2013 vorgestellten Projekte wie ein Wald-Lehrpfad oder Trimm-dich-Geräte seien jedoch nicht umgesetzt worden, da es sich dabei nicht um Unterhaltungsmaßnahmen gehandelt habe, sondern um Neuanschaffungen. Und dafür hätten die Mittel gefehlt, heißt es.

In den vergangenen fünf Jahren sind im Volkspark 98 Bäume gefällt worden, so die Verwaltung zur zweiten Anfrage. Hauptgrund dafür seien Sturmschäden. Auch sonst nicht mehr standsichere Bäume seien darunter gewesen. Insgesamt neun Bäume wurden in dem Zeitraum neu gepflanzt. Dass es nicht mehr gewesen seien, liege daran, dass sich der naturnahe Wald dort von selbst vermehre.

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